Wärmepumpe im Altbau: Wann sie sich wirklich lohnt
Hohe Vorlauftemperaturen sind längst kein K.-o.-Kriterium mehr. Worauf es ankommt.
Ehrliche Ratgeber zu Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und E-Mobilität – von jemandem, der den Weg selbst geht.
„Seit 2009 baue ich unser Haus Schritt für Schritt zur eigenen Energiewende um. Hier teile ich, was ich dabei gelernt habe.“
Lohnt sich das für mein Haus?
Bauart, Kosten, Förderung.
Angebote prüfen und vergleichen.
Geben Sie die Pauschalsumme Ihres Installateurs ein. Wir schätzen, welcher Anteil auf das Gerät und welcher auf Installation und Dienstleistung entfällt.
Richtwerte zur Orientierung, keine Preisgarantie. Vor dem Livegang mit aktuellen Marktdaten kalibrieren.
Hohe Vorlauftemperaturen sind längst kein K.-o.-Kriterium mehr. Worauf es ankommt.
Morgens und abends Strom – genau dann, wenn Sie ihn brauchen.
Smart Meter, Börsenpreis, Speicher: So spielt alles zusammen.
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Jeder Ratgeber folgt denselben drei Schritten: verstehen, vergleichen, entscheiden. So wissen Sie immer, wo Sie gerade stehen.
Fachbegriff unklar? In der Wissensdatenbank Wärmepumpen finden Sie über 40 Begriffe und Kennwerte zum Nachschlagen.
Lohnt sich das für mein Haus? Grundlagen in Alltagssprache.
Welche Bauart, was kostet es, welche Förderung gibt es?
Angebote prüfen und ein geprüftes Vergleichsangebot einholen.
Die Wärmepumpe holt Wärme aus Luft, Erde oder Wasser – ohne Flamme. Hier begleiten wir Sie von der ersten Frage bis zum geprüften Angebot.
Neu: In unserer YouTube-Serie „Selbst gebaut. Meisterlich abgenommen.“ sehen Sie, welche Arbeiten Sie selbst übernehmen können.
Früher galt: Wärmepumpe nur im gedämmten Neubau mit Fußbodenheizung. Das stimmt so nicht mehr. Moderne Geräte erreichen je nach Modell Vorlauftemperaturen bis zu 80 °C und kommen damit auch in vielen Altbauten mit Heizkörpern infrage.
Drei Fragen, eine erste Einschätzung. Unverbindlich und ohne Anmeldung.
Vor dem ersten Angebot: Heizlast berechnen
Die meisten teuren Fehler entstehen ganz am Anfang – mit einer geschätzten statt berechneten Heizlast. Unser 10-Schritte-Plan „Erst rechnen, dann kaufen“ zeigt die richtige Reihenfolge, mit Checklisten und kostenlosem PDF.
| Bauart | Wärmequelle | Typisch für |
|---|---|---|
| Luft/Wasser Monoblock | Außenluft | Die meisten Bestandsgebäude |
| Luft/Wasser Split | Außenluft | Wenig Platz außen, kurze Leitungswege |
| Sole/Wasser | Erdreich | Hohe Effizienz, Bohrung nötig |
Die staatliche Förderung kann einen großen Teil der Kosten abdecken – je nach Boni bis zu 70 %. Stand und Konditionen ändern sich regelmäßig; wir halten diesen Abschnitt aktuell.
Tipp: Die Checkliste „Angebot prüfen“ mit allen roten Flaggen finden Sie im 10-Schritte-Plan, Kapitel 4.
Sie haben schon ein Angebot? Prüfen Sie, wie viel davon auf das Gerät und wie viel auf die Installation entfällt.
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Wir vermitteln Ihnen ein geprüftes Vergleichsangebot eines Fachbetriebs aus Ihrer Region. Kostenlos und unverbindlich.
Vergleichsangebot anfordernOft ja. Entscheidend sind die nötige Vorlauftemperatur und die Größe der Heizkörper. Der Eignungs-Check gibt eine erste Einschätzung.
Moderne Außengeräte sind leise. Wichtig sind Aufstellort und Abstand zum Nachbarn.
Ja, oft. Ein Teil des Wärmepumpenstroms kommt dann vom eigenen Dach – besonders in der Übergangszeit.
Kostenlos und unverbindlich. Ihre Anfrage geht nur mit Ihrer Einwilligung an einen Partnerbetrieb.
Praxiswissen, Erfahrungen und Neuigkeiten – aus dem echten Alltag mit PV, Speicher, Wallbox und bald Wärmepumpe.
Eine Hausbesitzerin baut ihre Wärmepumpe in Eigenleistung ein, eine SHK-Meisterin zieht die Grenze. Acht Folgen mit DIY-Ampel – hier ist der Überblick.
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Morgens und abends Strom – genau dann, wenn Sie ihn brauchen.
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Anmelden, aufstellen, sparen – was Sie wirklich beachten müssen.
Viele Altbaubesitzer glauben, eine Wärmepumpe komme für sie nicht infrage. Das war früher oft richtig – heute nicht mehr.
Je niedriger die Temperatur, mit der das Heizwasser in die Heizkörper fließt, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Moderne Geräte schaffen je nach Modell bis zu 80 °C. Effizient wird es aber vor allem dann, wenn Ihr Haus mit deutlich weniger auskommt.
Die Wärmepumpe im Altbau ist kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Planung. Starten Sie mit dem Eignungs-Check.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Mehr erfahren
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Mein Name ist Christian Fitz. Als wir 2009 unser Haus gebaut haben, hatte ich eine fixe Idee: Das Haus sollte von Anfang an mitdenken.
Als wir 2009 unser Haus gebaut haben, hatte ich eine fixe Idee: Das Haus sollte von Anfang an mitdenken. Aus dieser Idee ist switch2eco entstanden.
Aus dieser Idee ist über die Jahre eine Leidenschaft geworden – und eine eigene Energiewende: rund 15 kWp Photovoltaik auf dem Ost-West-Dach, ein Batteriespeicher mit Energiemanagement, ein Heizstab für den Solarüberschuss, eine Klimaanlage, eine Wallbox und seit gut fünf Jahren ein Elektroauto. Nur bei der Wärme bin ich noch nicht am Ziel: Die Wärmepumpe ist mein nächster Schritt.
Holz, Kohle, Öl, Gas – jahrhundertelang haben wir Energie verbrannt. Heute ernten wir sie: von der Sonne, aus dem Wind, aus Luft und Boden. Für Öl, Gas und Kohle fließen jedes Jahr im Schnitt rund 81 Milliarden Euro ins Ausland. Jeder Schritt zur eigenen Energie holt ein Stück davon zurück ins eigene Haus.
switch2eco begleitet Sie dabei: verständlich, ehrlich und Schritt für Schritt.
Ihr Nachbar auf dem Weg zur Energiewende,
Christian Fitz
Ihr Nachbar auf dem Weg zur Energiewende –
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Vorwort
Deutschland gibt im langjährigen Durchschnitt rund 80 Milliarden Euro pro Jahr für importierte fossile Energie aus. Bei Erdöl liegt die Importquote bei 98 %, bei Erdgas bei 95 %, bei Steinkohle bei 100 %. Insgesamt kommen rund zwei Drittel unseres Energiebedarfs aus dem Ausland. Jede Kilowattstunde Heizwärme, die aus heimisch erzeugtem Strom statt aus importiertem Öl oder Gas kommt, verringert diese Abhängigkeit ein Stück.
Das ist auch eine Frage der Wertschöpfung. Die Rechnung für Öl und Gas geht überwiegend ins Ausland. Strom für eine Wärmepumpe wird zu einem wachsenden Anteil im Inland erzeugt. Und Einbau, Wartung und Service einer Wärmepumpe sind an den Standort gebunden – diese Handwerksleistung lässt sich nicht verlagern.
Das SHK-Handwerk beschäftigt rund 390.000 Menschen in rund 48.000 Betrieben bei einem Branchenumsatz von rund 59 Milliarden Euro (2025). Der Umstieg auf Wärmepumpen ist für dieses Handwerk eine der zentralen Wachstumschancen – vorausgesetzt, es werden genug Fachkräfte ausgebildet.
Der Weg dorthin hat Hürden, und dieser Ratgeber redet sie nicht klein: Fachkräfte fehlen, die Stromnetze müssen ausgebaut und intelligent gesteuert werden, die Erstinvestition ist für viele Eigentümer eine echte Hürde, und die Sanierung des Gebäudebestands kommt langsamer voran als nötig. Die Wärmepumpe ist nicht die einzige Antwort – aber heute die im Bestand am breitesten einsetzbare Technik, um Heizwärme von fossilen Importen auf heimischen Strom umzustellen.
Quellen: KfW Research, Volkswirtschaft kompakt Nr. 251; ZVSHK, Branchenbilanz SHK-Handwerk 2025.
Kapitel 1
Drei Fragen stehen hinter fast jeder Entscheidung: laufende Kosten, gesetzlicher Rahmen und Zukunftssicherheit.
Eine Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom im Schnitt 3 bis 5 kWh Wärme. Eine Gas- oder Ölheizung macht aus 1 kWh Brennstoff höchstens etwa 0,9 bis 1 kWh Wärme. Beim heutigen Preisverhältnis von Strom zu Gas liegt die Wärmepumpe damit in den meisten Bestandsgebäuden bei den jährlichen Heizkosten vorn. Der Abstand wächst durch die CO₂-Bepreisung, die fossile Brennstoffe planmäßig verteuert.
Seit dem 29. Juli 2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) das bisherige Gebäudeenergiegesetz. Die frühere Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbarer Energie zu betreiben, ist entfallen. Sie dürfen Ihre Heizung wieder frei wählen, und funktionierende alte Heizungen dürfen weiterlaufen.
Für neu eingebaute Gas- und Ölheizungen gelten dafür ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe (die sogenannte Bio-Treppe). Diese Brennstoffe sind absehbar teurer als heutiges Erdgas oder Heizöl. Eine Wärmepumpe ist davon nicht betroffen.
Für Sie bedeutet das
Es gibt keinen gesetzlichen Zwang mehr, auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Die Entscheidung ist eine reine Wirtschaftlichkeits- und Komfortfrage. Wer ohnehin eine Heizung tauschen muss, sollte die Betriebskosten über 20 Jahre vergleichen – inklusive steigender CO₂-Preise und Bio-Anteile bei fossilen Heizungen.
Wärmepumpenstrom lässt sich mit eigener Photovoltaik und dynamischen Stromtarifen weiter verbilligen. Bei Gas und Öl gibt es diese Möglichkeit nicht. Zudem kann eine Wärmepumpe bei passender Auslegung im Sommer kühlen – mit zunehmend heißen Sommern ein spürbarer Vorteil.
Kapitel 2
Das Prinzip steckt in jedem Kühlschrank – nur umgekehrt genutzt. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie ins Haus ab.
Der COP beschreibt, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wird – aber nur für einen einzelnen Betriebspunkt, etwa „COP 4,0 bei 7 °C Außentemperatur“. An einem kalten Tag mit −7 °C sinkt er auf vielleicht 2,5 bis 3,0.
Der SCOP (Jahresarbeitszahl) mittelt über alle Außentemperaturen eines ganzen Jahres und ist deshalb die belastbare Vergleichsgröße. Ein SCOP von 5,0 entspricht dem Effizienzlabel A+++.
Rechenbeispiel: Was der SCOP für Ihre Heizkosten bedeutet
Ein Haus mit 15.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr, Wärmepumpe mit SCOP 4,5:
Strombedarf = 15.000 ÷ 4,5 ≈ 3.333 kWh · bei ca. 25 ct/kWh ≈ 833 € im Jahr
Zum Vergleich Gas-Brennwert (Nutzungsgrad ≈ 0,9): 15.000 ÷ 0,9 ≈ 16.667 kWh · bei ca. 10 ct/kWh ≈ 1.667 € im Jahr.
Reines Rechenbeispiel mit angenommenen Durchschnittspreisen. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto höher der erreichbare SCOP.
Wichtig zu wissen
Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, also je besser die Dämmung und je größer die Heizflächen, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Gut sanierte Häuser mit Fußbodenheizung sind ideal.
Auch für den Altbau
Moderne Geräte erreichen je nach Modell Vorlauftemperaturen von 65 bis 75 °C und kommen damit auch mit vielen Bestandsheizkörpern zurecht. Ein kompletter Heizkörpertausch ist oft nicht nötig.
Die Wärmepumpe ist nur ein Teil der Heizung. Im Haus verteilt ein Pufferspeicher die Wärme an die Heizkreise, ein Umschaltventil leitet sie bei Bedarf in den Warmwasserspeicher. Heizkörper brauchen meist eine höhere Vorlauftemperatur als die Fußbodenheizung – deshalb senkt ein Mischer sie für den Fußbodenkreis ab.
Kapitel 3
Der Unterschied liegt allein in der Wärmequelle – das Grundprinzip bleibt gleich.
| Typ | Wärmequelle | Investition inkl. Einbau* | Effizienz | Genehmigung | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Außenluft | ca. 20.000–30.000 € | gut, wetterabhängig | i. d. R. keine, Schallschutz beachten | Standardlösung für Haus und Wohnung |
| Sole-Wasser (Flächenkollektor) | Erdwärme, waagerecht | ca. 30.000–40.000 € | sehr gut, konstant | meldepflichtig | größere freie Grundstücksfläche |
| Sole-Wasser (Tiefenbohrung) | Erdwärme, senkrecht | ca. 35.000–50.000 € | sehr gut, ganzjährig konstant | genehmigungspflichtig (Wasserrecht) | kleine Grundstücke, hoher Wärmebedarf |
| Wasser-Wasser | Grundwasser | ca. 33.000–48.000 € | am höchsten | genehmigungspflichtig (Wasserrecht) | geprüfte Grundwasserverfügbarkeit |
| Luft-Luft | Außenluft, Abgabe als Warmluft | deutlich günstiger | gut, ohne Wasserkreis | i. d. R. keine | einzelne Räume, kein Ersatz für eine Zentralheizung |
* Marktübliche Preisspannen 2026, stark objekt- und regionabhängig.
Eisspeicher
Ein unterirdischer Wassertank wird kontrolliert zum Gefrieren gebracht, die frei werdende Kristallisationswärme heizt mit. Vorteil: keine Bohrgenehmigung, im Sommer passive Kühlung. Nachteil: hohe Kosten, aufwendige Einzelplanung, nur mit Flächenheizung sinnvoll.
PVT-Hybrid
Photovoltaik-Thermie-Kollektoren erzeugen Strom und liefern der Wärmepumpe eine wärmere, stabilere Quelle als reine Außenluft. Vorteil: bessere Effizienz, doppelte Dachnutzung. Nachteil: höhere Investition, kleineres Marktangebot.
Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichste Wahl – sie machte 2025 rund 95 % aller verkauften Anlagen aus (Bundesverband Wärmepumpe).
Kapitel 4
Beide sind Luft-Wasser-Wärmepumpen mit gleichem Prinzip. Der Unterschied: wo der Kältekreis verläuft.
| Kriterium | Monoblock | Split-Anlage |
|---|---|---|
| Kältekreis | werkseitig geschlossen im Außengerät | verteilt auf Außen- und Innengerät, Leitung vor Ort verlegt |
| Wer nimmt in Betrieb? | Heizungsbauer und Elektriker, kein Kälteschein nötig | zusätzlich zwingend ein zertifizierter Kälte-Fachbetrieb |
| Wanddurchführung | gedämmte Heizwasserleitung plus Stromkabel | Kältemittelleitung plus Steuerkabel |
| Frostschutz | Leitung teils im Freien, Frostschutz nötig | Wasserkreis bleibt innen, kein Frostthema |
| Platz innen | nur Pufferspeicher bzw. Hydraulikstation | zusätzlich ein Innengerät |
| Montagekosten | tendenziell günstiger | tendenziell höher (zusätzliches Gewerk) |
| Verbreitung 2026 | häufigere Bauform bei Neuinstallationen | weiterhin verbreitet, etwa bei schwieriger Wanddurchführung |
Unsere Einordnung
Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist ein Monoblock die einfachere Lösung, weil ein ganzes Gewerk entfällt. Ein Split-Gerät kann sinnvoll sein, wenn die Leitung zum Haus lang ist oder Frostschutz im Freien vermieden werden soll. Lassen Sie sich beide Varianten anbieten, wenn Ihr Installateur nur eine nennt.
Kapitel 5
Für Sie als Käufer zählen zwei Eigenschaften: die Klimawirkung bei einer Leckage (GWP) und die Brennbarkeit.
Das GWP (Global Warming Potential) setzt die Klimawirkung ins Verhältnis zu CO₂ (GWP = 1). Ein GWP von 2.000 heißt: 1 kg dieses Kältemittels wirkt bei einer Leckage wie 2.000 kg CO₂.
| Kältemittel | GWP (ca.) | Sicherheitsklasse | Einsatz und Trend |
|---|---|---|---|
| R410A | ~2.090 | A1 – nicht brennbar | wird durch die EU-F-Gase-Verordnung verdrängt |
| R32 | ~675 | A2L – schwer entzündlich | aktuell weit verbreitet |
| R290 (Propan) | extrem niedrig | A3 – brennbar | zunehmend Standard, Mindestabstände verbindlich |
| R454C | ~148 | A2L – schwer entzündlich | vereinzelt bei neueren Geräten |
| CO₂ (R744) | 1 | A1 – nicht brennbar | eher Gewerbe und Warmwasser-Wärmepumpen |
Warum trotzdem zunehmend R290?
Die F-Gase-Verordnung verknappt fluorierte Kältemittel Jahr für Jahr. Natürliche Kältemittel wie R290 sind davon nicht betroffen und bleiben langfristig verfügbar – deshalb stellen immer mehr Hersteller um, trotz der Aufstellungsauflagen.
Kapitel 6
Eine ehrliche Gegenüberstellung.
Spricht dafür
Zu bedenken
Kapitel 7
Ein Installateur-Angebot besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Kostenblöcken – auf der Rechnung selten sauber getrennt.
1 · Warenanteil
Wärmepumpe, Hydraulikstation, Regelung, Pufferspeicher und Kleinteile. Dieser Anteil ist am Markt gut vergleichbar.
2 · Installationsleistung
Arbeitszeit, Anfahrt, Elektro, Fundament, Inbetriebnahme, Netzanmeldung und Gewährleistung auf die Montage. Regional und je Betrieb unterschiedlich.
Der Installationsanteil an der Gesamtrechnung liegt meist bei 20 bis 35 %, bei umfangreichen Zusatzarbeiten (Elektrik, Fundament, Heizkörpertausch) bei 35 bis 50 %. Die reine Lohnzeit macht davon oft nur 10 bis 20 % aus.
Nach den Preisspitzen 2022/23 haben sich die Preise stabilisiert und liegen 2026 rund 10 bis 15 % unter dem damaligen Höchststand, aber weiterhin über dem Niveau von 2020. Ein weiterer starker Preisverfall ist derzeit nicht erkennbar.
Werkzeuge auf switch2eco.de
Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Kapitel 8
Der Fertigungsort allein sagt wenig über die Qualität. Entscheidend ist, wer nach dem Kauf für Sie verantwortlich ist – und ab 2027 auch, was die Förderung sagt.
Ein großer Teil der weltweiten Wärmepumpen-Produktion – auch für bekannte europäische Marken – findet in China statt. Was sich zwischen Angeboten tatsächlich unterscheidet:
| Direktimport ohne EU-Partner | Kauf über Anbieter mit EU-Verantwortung | |
|---|---|---|
| CE-Konformität | oft unklar, wer die Dokumentation verantwortet | Anbieter trägt die Herstellerverantwortung für den EU-Markt |
| Garantie und Gewährleistung | Ansprechpartner im Ausland, Rechtsweg unklar | deutscher bzw. europäischer Vertragspartner, deutsches Kaufrecht |
| Ersatzteile und Service | lange Lieferzeiten, oft kein lokales Netz | Ersatzteil- und Servicelogistik vor Ort organisiert |
| Zoll und Steuern | können nachträglich anfallen | im Kaufpreis enthalten |
| Dokumentation | oft nicht auf Deutsch oder unvollständig | deutschsprachig inkl. Sicherheitsvorgaben (z. B. R290-Abstände) |
Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung
Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.
Worauf Sie achten sollten
Fragen Sie bei jedem Gerät: Wer ist mein Vertragspartner? Wo bekomme ich Ersatzteile? Gibt es eine deutschsprachige Anleitung mit Aufstellungsvorgaben? Und: Wo wird das Gerät gefertigt? Herstellerangaben zu Werksgröße oder Prüflaboren sind ein Anhaltspunkt, aber kein unabhängiger Qualitätsnachweis.
Kapitel 9
Die passende Größe hängt im Kern von drei Faktoren ab: Wohnfläche, Sanierungsstand und Gebäudetyp.
| Sanierungsstand | bis 100 m² | 100–140 m² | 140–180 m² | 180–220 m² | über 220 m² |
|---|---|---|---|---|---|
| Neubau / KfW-Effizienzhaus | 6 kW | 6 kW | 9 kW | 9 kW | 13 kW |
| Sanierter Altbau | 6 kW | 9 kW | 13 kW | 16 kW | Einzelfall |
| Teilsaniert | 9 kW | 13 kW | 13 kW | 16 kW | Einzelfall |
| Unsaniert | 13 kW | 16 kW | 16 kW | Einzelfall | Einzelfall |
Einfamilienhaus freistehend. Doppelhaushälfte und Reihenhaus liegen je nach Zahl gemeinsamer Wände etwa 15–35 % niedriger.
| Sanierungsstand | bis 50 m² | 50–80 m² | 80–110 m² | über 110 m² |
|---|---|---|---|---|
| Neubau | 6 kW* | 6 kW* | 6 kW | 9 kW |
| Saniertes MFH | 6 kW* | 6 kW | 9 kW | 13 kW |
| Teilsaniertes MFH | 6 kW | 9 kW | 9 kW | 13 kW |
| Unsaniertes MFH | 9 kW | 9 kW | 13 kW | 16 kW |
Eigentumswohnung, Ersatz einer Gas-Etagenheizung (meist Heizung plus Warmwasser). * 6 kW ist hier oft schon überdimensioniert – der Modulationsbereich des Geräts entscheidet.
Warum eine Faustformel nicht reicht
Eine zu kleine Wärmepumpe schafft an kalten Tagen die Zieltemperatur nicht. Eine zu große schaltet ständig ein und aus („Takten“), was Verschleiß und Stromverbrauch erhöht. Verbindlich ist nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch Ihren Installateur oder Energieberater.
Mehr dazu: der 10-Schritte-Plan
Wie Sie Heizlast, Heizkörperprüfung und hydraulischen Abgleich vor dem ersten Angebot aufsetzen, zeigt unser Planungs-Ratgeber „Wärmepumpe: Erst rechnen, dann kaufen“ – kostenlos auf switch2eco.de, auch als PDF.
Kapitel 10
Zwei Angebote mit demselben Endpreis können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.
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Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Kapitel 11
Ein ehrlicher Blick auf die Anreize im Handwerk – und was Sie sachlich damit anfangen können.
Die meisten SHK- und Elektrobetriebe beziehen ihre Wärmepumpen seit Jahren von ein oder zwei festen Großhändlern. Dafür bekommen sie Rabattstufen, Schulungen und einfache Reklamationswege. Das ist normales, legitimes Geschäft.
Die Folge: Empfohlen wird meist das Gerät, das der Betrieb am besten kennt, an dem er verdient und bei dem er die wenigsten Sonderfälle erwartet. Das ist keine böse Absicht – aber nicht zwangsläufig das beste Gerät für Sie. Ein eigener Vergleich lohnt sich deshalb immer.
| Einwand vor Ort | Sachliche Einordnung |
|---|---|
| „Ich verbaue nur Geräte, die ich selbst beziehe.“ | Die Beistellung von Material ist im Werkvertragsrecht grundsätzlich zulässig – der Betrieb schuldet die Montage, nicht den Warenbezug. Ob er Beistellung akzeptiert, ist aber seine freie Entscheidung. |
| „Bei fremder Ware übernehme ich keine Gewährleistung.“ | Für seine Montage haftet der Installateur unabhängig von der Bezugsquelle. Für Produktmängel haftet der Verkäufer bzw. Hersteller. |
| „Das Gerät kenne ich nicht.“ | Ein berechtigter Punkt: Inbetriebnahme, Ersatzteile und Service müssen geklärt sein. Zeigen Sie technische Daten und Dokumentation vorab. |
Die ehrliche Kehrseite der Beistellung
Bei beigestelltem Gerät haben Sie im Schadensfall zwei Ansprechpartner statt einem – Streit darüber, ob ein Montage- oder ein Gerätefehler vorliegt, ist dann Ihr Problem. Viele Betriebe kalkulieren die Montage höher, wenn sie nicht am Gerät verdienen. Rechnen Sie deshalb Gerät plus separate Montage gegen ein Komplettangebot.
Praktischer Rat: Sprechen Sie das Thema früh und offen an. Fragen Sie, ob der Betrieb ein beigestelltes Gerät montiert, und lassen Sie sich die Montage aufgeschlüsselt anbieten. Lehnt er ab, ist das sein gutes Recht – dann bleibt ein anderer Fachbetrieb.
Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Unsicherheit helfen Verbraucherzentrale oder Fachanwalt.
Kapitel 12
Die zentrale Förderung ist die BEG EM, ausgezahlt von der KfW als Zuschuss 458 – kein Kredit.
| Baustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | alle förderfähigen Wärmepumpen im Bestand – für Selbstnutzer, Vermieter und WEG |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % (seit 21.07.2026); sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab 01.08.2028 | nur Selbstnutzer; Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung |
| Einkommensbonus | 40 % / 30 % / 10 % | nur Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €, bei mind. einem minderjährigen Kind 10.000 € höhere Grenze |
| Förderdeckel | max. 70 %, bei Einkommen bis 30.000 € max. 80 % | Boni werden addiert, aber am Deckel gekappt |
| Förderfähige Höchstkosten | 28.000 € (1. Wohneinheit) | bei 80 % max. 22.400 € Zuschuss; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 € |
| Ersatz von Fernwärme | keine Förderung | Ausstieg aus einer bestehenden Fernwärmeversorgung ist laut Förderbedingungen ausgeschlossen – vor Planung prüfen |
Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Fördersätze ändern sich regelmäßig – vor Antragstellung den aktuellen Stand bei der KfW prüfen.
Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung
Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.
Der Fehler, der die Förderung komplett kostet
Der KfW-Antrag muss vor der Vertragsunterschrift gestellt werden. Der Vertrag mit dem Fachbetrieb wird nur mit aufschiebender Bedingung („wirksam vorbehaltlich Förderzusage“) geschlossen. Wer zuerst unterschreibt, verliert die Förderung vollständig. Und: Geht die alte Heizung vor dem Antrag kaputt, entfällt der Klimageschwindigkeitsbonus.
Kapitel 13
Für den Einbau einer Wärmepumpe ist keine Energieberatung vorgeschrieben.
Die Fachunternehmererklärung Ihres Installateurs reicht für den Förderantrag. Ein Energieberater ist trotzdem in drei Fällen sinnvoll:
Kapitel 14
Den Kauf ja, den Einbau in den entscheidenden Teilen nein.
Kapitel 15
Ja – das ist aber meist Aufgabe Ihres Installateurs oder Elektrikers.
Jede neue Wärmepumpe über 4,2 kW muss vor der Installation beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden – kostenlos und meist digital. Die Bearbeitung dauert je nach Netzgebiet einige Wochen bis zwei Monate.
Der Netzbetreiber darf Ihre Wärmepumpe bei drohender Netzüberlastung drosseln, aber nie ganz abschalten: 4,2 kW bleiben immer garantiert. Im Gegenzug zahlen Sie ein reduziertes Netzentgelt.
Häufiger Irrtum: Marktstammdatenregister
Das Register erfasst vor allem Stromerzeuger wie PV-Anlagen. Eine reine Wärmepumpe im Wohnhaus muss dort nicht eingetragen werden.
Ohne Anmeldung drohen Bußgelder, der Verlust der Förderung und kein reduziertes Netzentgelt. Lassen Sie sich die Anmeldung im Angebot ausdrücklich bestätigen.
Kapitel 16
Zwei Begriffe, die oft verwechselt werden – rechtlich aber verschieden sind. Beide können gleichzeitig gelten.
Gewährleistung – gesetzlich
Gegen Verkäufer bzw. Installateur. Zwei Jahre ab Abnahme, bei Einstufung als Bauwerk bis zu fünf Jahre. Deckt Installationsmängel wie falsche Elektrik, fehlenden hydraulischen Abgleich oder Fehldimensionierung.
Garantie – freiwillig
Gegen den Hersteller. Meist zwei Jahre, durch Registrierung oft auf fünf bis zehn Jahre verlängerbar. Deckt Fertigungs-, Kompressor- und Elektronikdefekte.
Die Garantie hängt oft an der Wartung
Viele Hersteller knüpfen die verlängerte Garantie an eine jährliche, dokumentierte Fachwartung. Fehlt der Nachweis, kann die Garantie im Schadensfall verfallen.
Vollwartungsverträge, die auch nach Garantieende Reparaturen abdecken, kosten etwa 300 bis 600 € pro Jahr.
Kapitel 17
Eine allgemeine Wartungspflicht gibt es nicht – gute Gründe für regelmäßige Wartung schon.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wie oft? | Einmal jährlich empfohlen. Gesetzliche Dichtheitsprüfung erst ab 5 t CO₂-Äquivalent Kältemittel – bei R290-Geräten im Haushalt meist nicht relevant. |
| Was kostet es? | Einzeltermin ca. 150–350 € (Luft-Wasser) bzw. 200–400 € (Sole/Wasser); Wartungsvertrag oft ca. 120–250 € pro Jahr. |
| Ist es Pflicht? | Meist nicht gesetzlich, aber oft Voraussetzung für den Garantieerhalt. |
| Wer darf es machen? | Filter reinigen und Sichtkontrolle selbst; Arbeiten am Kältekreis nur ein zertifizierter Fachbetrieb. |
| Was wird geprüft? | Verdampfer, Kältemitteldruck, Elektrik, Heizwasserdruck, Regelung, Kondensatablauf – ca. 60–90 Minuten. |
Serviceheft führen
Dokumentieren Sie jede Wartung und Reparatur lückenlos. Das Anlagenbuch ist im Garantiefall der entscheidende Nachweis und hilft beim späteren Hausverkauf.
Kapitel 18
Allgemeine Orientierung nach Erfahrungswerten – die tatsächliche Aufstellung plant Ihr Installateur vor Ort.
Im Neubau reservieren Sie die Aufstellfläche fürs Außengerät schon in der Bauplanung, inklusive Abständen zu Fenstern, Türen und Grundstücksgrenze. Mit Fußbodenheizung reicht oft eine kleinere Leistungsklasse.
| Bisher | Was entfällt | Was frei wird | Was neu dazukommt | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Gas | Therme, Abgasrohr, Gasanschluss | Kesselstandort, meist ca. 1 m² | Pufferspeicher (ca. 0,3–0,5 m²) plus Außenaufstellfläche | Schornstein-Stilllegung melden, Gasanschluss kündigen (Kappung kostenpflichtig) |
| Öl | zusätzlich der Öltank | Tankraum, oft mehrere m² | wie bei Gas | Tankentsorgung durch Fachbetrieb, grob 300–800 € |
| Fernwärme | Übergabestation (klein) | praktisch kein Platzgewinn | Pufferspeicher plus komplett neue Außenfläche | Vertragslaufzeiten prüfen; keine KfW-Förderung beim Ausstieg |
Alle Platzangaben sind Orientierungswerte, keine verbindliche Montageplanung.
Nicht allein entscheiden
Schornstein-Stilllegung, Gaskündigung und Tankentsorgung haben eigene Fristen und Ansprechpartner. Sprechen Sie sie früh mit Ihrem Installateur ab, damit der Umstiegstermin nicht daran hängen bleibt.
Kapitel 19
Ein kurzer Check vor der Bestellung spart später Ärger.
Kapitel 20
Die Reihenfolge ist entscheidend – nicht die genaue Dauer.
Kapitel 21
Nein. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (29.07.2026) gibt es keine 65-%-Pflicht mehr. Neue Gas- und Ölheizungen müssen aber ab 2029 steigende Bio-Anteile nutzen.
30 % Grundförderung, für Selbstnutzer plus Boni bis insgesamt 70 %, bei geringem Einkommen bis 80 % (Kapitel 12).
Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich und entfällt im August 2028. Ab dem ersten Quartal 2027 hängt die Grundförderung zudem von der Herkunft des Geräts ab.
Für die meisten Häuser ist Monoblock einfacher, weil kein Kälte-Fachbetrieb nötig ist (Kapitel 4).
R290 und CO₂. R290 ist brennbar und verlangt Mindestabstände (Kapitel 5).
Empfohlen einmal jährlich, oft Bedingung für die Garantie (Kapitel 17).
Meist der komplette Tankraum, oft mehrere Quadratmeter (Kapitel 18).
Ja, beim Netzbetreiber ab 4,2 kW – meist erledigt das Ihr Installateur (Kapitel 15).
Kauf ja, Einbau nein – Elektroanschluss und Kältemittelarbeiten sind Fachbetrieben vorbehalten (Kapitel 14).
Kapitel 22
Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal für Energiesparlösungen im Eigenheim. Wir verkaufen keine Geräte. Wir finanzieren uns über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und die Vermittlung von Vergleichsangeboten an Fachbetriebe – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.
Alle Angaben, insbesondere zu Förderung, Fristen, Preisen und Rechtslage, sind sorgfältig recherchiert, aber unverbindlich und ohne Gewähr (Stand Oktober 2026). Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung, keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und keine Montageplanung durch einen Fachbetrieb.
Abbildungen KI-generiert. © switch2eco – Weitergabe zur privaten Information ausdrücklich erlaubt.
Alle Entscheidungsfragen auf den Punkt gebracht – für Leser mit Vorwissen. Unabhängig, herstellerneutral und auf dem Rechtsstand Oktober 2026 – inklusive Gebäudemodernisierungsgesetz und neuer KfW-Förderung.
Kompakt-Ausgabe · 12 Kapitel · Stand Oktober 2026. Ohne Anmeldung, zum Ausdrucken und Weitergeben.
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Vorwort
Rund 80 Mrd. € pro Jahr für fossile Energieimporte (Öl 98 %, Gas 95 %, Kohle 100 % Importquote; rund zwei Drittel des Energiebedarfs importiert, KfW Research 2024). Jede Kilowattstunde Wärme aus heimischem Strom senkt diese Abhängigkeit – Wertschöpfung und Handwerksleistung bleiben im Inland.
SHK-Handwerk: rund 390.000 Beschäftigte, 48.000 Betriebe, 59 Mrd. € Umsatz (ZVSHK 2025). Reale Hürden: Fachkräftemangel, Netzausbau (§14a EnWG), Erstinvestition, Sanierungstempo. Die Wärmepumpe ist nicht die einzige Antwort, aber die im Bestand am breitesten einsetzbare.
Kapitel 1
Spricht dafür
Zu bedenken
Rechtsrahmen GModG
Seit 29.07.2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz das GEG. Die 65-%-EE-Pflicht ist entfallen, Heizungswahl wieder frei. Neue Gas-/Ölheizungen: ab 2029 steigende Bio-Anteile.
SCOP statt COP
COP gilt für einen Betriebspunkt (z. B. 4,0 bei 7 °C, 2,5–3,0 bei −7 °C). SCOP mittelt übers Jahr. Beispiel: SCOP 4,5 bei 15.000 kWh → ca. 3.333 kWh Strom ≈ 833 €/Jahr vs. ca. 1.667 €/Jahr Gas-Brennwert. SCOP 5,0 = A+++.
Kapitel 2
| Typ | Quelle | Investition* | Effizienz | Genehmigung |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Außenluft | 20–30 T€ | gut, wetterabhängig | i. d. R. keine |
| Sole (Flächenkollektor) | Erdwärme horizontal | 30–40 T€ | sehr gut | meldepflichtig |
| Sole (Tiefenbohrung) | Erdwärme vertikal | 35–50 T€ | sehr gut, konstant | Wasserrecht |
| Wasser-Wasser | Grundwasser | 33–48 T€ | am höchsten | Wasserrecht |
| Luft-Luft | Außenluft (Warmluft) | deutlich günstiger | gut, ohne Wasserkreis | i. d. R. keine |
| Eisspeicher | Kristallisationswärme | hoch, Einzelplanung | sehr gut mit Flächenheizung | keine Bohrgenehmigung |
| PVT-Hybrid | PV-Thermie-Kollektoren | über Standard-Luft | besser als reine Luft-WP | i. d. R. keine |
* Marktübliche Spannen 2026 inkl. Einbau. Luft-Wasser: 95 % aller 2025 verkauften Anlagen (BWP).
Kapitel 3
| Kriterium | Monoblock | Split |
|---|---|---|
| Kältekreis | komplett im Außengerät | verteilt Außen/Innen |
| Gewerke | Heizungsbauer und Elektriker | zusätzlich Kälte-Fachbetrieb |
| Frostschutz | nötig (Leitung teils außen) | entfällt |
| Platz innen | Puffer bzw. Hydraulikstation | zusätzlich Innengerät |
| Kältemittel | GWP | Klasse | Trend |
|---|---|---|---|
| R410A | ~2.090 | A1 | wird verdrängt (F-Gase-VO) |
| R32 | ~675 | A2L | weit verbreitet |
| R290 | extrem niedrig | A3 brennbar | zunehmend Standard, Mindestabstände bindend |
| R454C | ~148 | A2L | vereinzelt |
| CO₂ / R744 | 1 | A1, hoher Druck | eher Gewerbe und Boiler |
Kapitel 4
Warenanteil
Gerät, Hydraulik, Kleinteile – marktvergleichbar.
Installationsleistung
Üblich 20–35 %, mit Zusatzarbeiten 35–50 % der Rechnung; reine Lohnzeit oft nur 10–20 %.
Preistrend 2026: ca. 10–15 % unter dem Höchststand 2022/23, weiter über Vorkrisenniveau, Markt stabil.
| Direktimport ohne EU-Partner | Anbieter mit EU-Verantwortung | |
|---|---|---|
| CE und Doku | Verantwortung oft unklar | Anbieter trägt Herstellerverantwortung |
| Garantie und Service | Ausland, Rechtsweg unklar | dt. Vertragspartner, dt. Kaufrecht |
| Ersatzteile | lange Lieferzeit | lokal organisiert |
| Zoll und Steuer | kann nachträglich anfallen | im Preis enthalten |
Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung
Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.
Kapitel 5
Faustwert aus Wohnfläche × Sanierungsstand × Gebäudetyp – verbindlich nur per Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
| Sanierungsstand | bis 100 m² | 100–140 m² | 140–180 m² | 180–220 m² | über 220 m² |
|---|---|---|---|---|---|
| Neubau / KfW-Effizienzhaus | 6 kW | 6 kW | 9 kW | 9 kW | 13 kW |
| Sanierter Altbau | 6 kW | 9 kW | 13 kW | 16 kW | Einzelfall |
| Teilsaniert | 9 kW | 13 kW | 13 kW | 16 kW | Einzelfall |
| Unsaniert | 13 kW | 16 kW | 16 kW | Einzelfall | Einzelfall |
Einfamilienhaus freistehend. Doppelhaushälfte und Reihenhaus liegen je nach Zahl gemeinsamer Wände etwa 15–35 % niedriger.
| Sanierungsstand | bis 50 m² | 50–80 m² | 80–110 m² | über 110 m² |
|---|---|---|---|---|
| Neubau | 6 kW* | 6 kW* | 6 kW | 9 kW |
| Saniertes MFH | 6 kW* | 6 kW | 9 kW | 13 kW |
| Teilsaniertes MFH | 6 kW | 9 kW | 9 kW | 13 kW |
| Unsaniertes MFH | 9 kW | 9 kW | 13 kW | 16 kW |
Eigentumswohnung, Ersatz einer Gas-Etagenheizung (meist Heizung plus Warmwasser). * 6 kW ist hier oft schon überdimensioniert – der Modulationsbereich des Geräts entscheidet.
Ausführlich zur Auslegung: Planungs-Ratgeber „Wärmepumpe: Erst rechnen, dann kaufen“ (10-Schritte-Plan) auf switch2eco.de.
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Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Kapitel 6
Feste Großhändlerbeziehungen (Rabatte, Schulung, Support) sind legitim – die Folge ist aber: Empfohlen wird meist das bekannteste, margenstärkste Gerät, nicht zwingend das beste für Sie.
| Einwand | Einordnung |
|---|---|
| „Nur eigene Ware.“ | Beistellung ist werkvertraglich zulässig, die Annahme aber freie Entscheidung des Betriebs. |
| „Keine Gewährleistung bei Fremdware.“ | Haftung für Montage bleibt beim Installateur, für Produktmängel beim Verkäufer/Hersteller. |
| „Kenne ich nicht.“ | Berechtigt – Inbetriebnahme, Ersatzteile und Service vorab klären. |
Kehrseite der Beistellung
Zwei Ansprechpartner im Schadensfall, Abgrenzungsstreit Montage vs. Gerät, oft höher kalkulierte Montage. Gerät plus Montage immer gegen ein Komplettangebot rechnen.
Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Kapitel 7
| Baustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | alle förderfähigen Wärmepumpen im Bestand – für Selbstnutzer, Vermieter und WEG |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % (seit 21.07.2026); sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab 01.08.2028 | nur Selbstnutzer; Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung |
| Einkommensbonus | 40 % / 30 % / 10 % | nur Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €, bei mind. einem minderjährigen Kind 10.000 € höhere Grenze |
| Förderdeckel | max. 70 %, bei Einkommen bis 30.000 € max. 80 % | Boni werden addiert, aber am Deckel gekappt |
| Förderfähige Höchstkosten | 28.000 € (1. Wohneinheit) | bei 80 % max. 22.400 € Zuschuss; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 € |
| Ersatz von Fernwärme | keine Förderung | Ausstieg aus einer bestehenden Fernwärmeversorgung ist laut Förderbedingungen ausgeschlossen – vor Planung prüfen |
Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Fördersätze ändern sich regelmäßig – vor Antragstellung den aktuellen Stand bei der KfW prüfen.
Kritischer Punkt
Antrag vor Vertragsunterschrift (aufschiebende Bedingung) – sonst Förderung vollständig verloren. Defekt der Altheizung vor Antrag: Klimageschwindigkeitsbonus entfällt.
Kapitel 8
Kapitel 9
| Gewährleistung | Garantie | |
|---|---|---|
| Rechtsnatur | gesetzlich, gegen Verkäufer/Installateur | freiwillig, gegen Hersteller |
| Dauer | 2 J., bei Bauwerk bis 5 J. | meist 2 J., mit Registrierung 5–10 J. |
| Deckt ab | Installationsmängel | Fertigungs-, Kompressor-, Elektronikdefekte |
| Wartung | Wert |
|---|---|
| Intervall | 1×/Jahr empfohlen; Dichtheitsprüfung erst ab 5 t CO₂e (bei R290 meist irrelevant) |
| Kosten | 150–350 € (Luft-Wasser), 200–400 € (Sole/Wasser); Vertrag 120–250 €/Jahr |
| Pflicht? | gesetzlich meist nein, oft Garantie-Voraussetzung |
| Vollwartung nach Garantie | ca. 300–600 €/Jahr |
Kapitel 10
| Bisher | Wird frei | Zusätzlich nötig | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Gas | ~1 m² Kesselstandort | Puffer (0,3–0,5 m²) plus Außenfläche | Schornstein und Gasanschluss abmelden |
| Öl | Tankraum, oft mehrere m² | wie Gas | Tankentsorgung ca. 300–800 € |
| Fernwärme | kaum Platzgewinn | Puffer plus komplette Außenfläche | Vertragsfristen prüfen; keine Förderung |
Orientierungswerte, keine Montageplanung.
Aufstellung: Fundament, Schallschutzabstand, R290-Mindestabstände, passender Elektroanschluss (FI Typ B), bei Wohnungseigentum Beschluss mit einfacher Mehrheit.
Kapitel 11
Kapitel 12
Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal und verkauft keine Geräte. Finanzierung über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und Angebotsvermittlung – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.
Alle Angaben unverbindlich, ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Kein Ersatz für Rechts-, Steuer- oder Energieberatung, Heizlastberechnung oder Montageplanung.
© switch2eco – Weitergabe zur privaten Information erlaubt.
Fachbegriffe, Kennwerte und Rechtslage zum Nachschlagen. Die Ratgeber führen Schritt für Schritt zur Entscheidung – die Wissensdatenbank liefert die Details, wenn Sie es genau wissen wollen.
Funktionsprinzip, Systemtypen, Bauformen, Recht und Förderung, Kennwerte.
Module, Wechselrichter, Ausrichtung, Eigenverbrauch.
Kapazität, Zyklen, Notstrom, Wirtschaftlichkeit.
Ladeleistung, PV-Überschussladen, bidirektionales Laden.
Split-Geräte, Kühlen und Heizen, Kältemittel.
Dynamische Tarife, §14a EnWG, Messkonzepte.
Neue Themen kündigen wir im Newsletter an.
43 Fachbegriffe und Kennwerte kompakt erklärt – zum Nachschlagen, wenn im Datenblatt oder Angebot ein Wort auftaucht, das Sie nicht kennen. Herstellerneutral, Stand Oktober 2026.
Abschnitt 1
Die wichtigsten Begriffe, um Datenblätter und Angebote zu verstehen.
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Funktionsprinzip | Wärmepumpen nutzen einen Kältemittelkreislauf (Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen, Entspannen), um Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. Angetrieben wird der Verdichter mit Strom. |
| COP (Leistungszahl) | Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom in einem einzelnen Betriebspunkt. COP 4 heißt: aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Momentwert, abhängig von Außen- und Vorlauftemperatur. |
| SCOP und JAZ | Der SCOP ist der genormte Jahreswirkungsgrad aus dem Datenblatt, die Jahresarbeitszahl (JAZ) der tatsächlich im Haus gemessene Wert. Beide sind aussagekräftiger als der COP. Typische JAZ: Luft/Wasser 2,8–4,5 · Sole/Wasser 4,0–5,5 · Wasser/Wasser 5,0–6,5. |
| Kältemittel | Trägermedium im Kreislauf. Verbreitet sind R32 (GWP 675), R410A (GWP ca. 2.090, wird verdrängt), R454B (GWP ca. 470) und das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3). Der Trend geht klar zu natürlichen Kältemitteln wie R290 und CO₂ (R744). |
| Wärmequelle | Außenluft, Erdreich (Flächenkollektor oder Erdsonde), Grundwasser oder Abwärme (z. B. Abluft). Je konstanter die Quelltemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl. |
| Wärmesenke | Dorthin geht die Wärme: Heizkörper (Vorlauf meist 50–70 °C), Fußbodenheizung (30–40 °C, ideal), Wand- und Deckenheizung, Warmwasserbereitung. |
| Vorlauftemperatur | Wichtigster Effizienzhebel: Jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Effizienz um rund 2–3 %. Fußbodenheizung ist ideal, Heizkörper funktionieren oft auch – manchmal mit größeren Heizflächen in einzelnen Räumen. |
| Bivalenzpunkt | Außentemperatur, ab der die Wärmepumpe allein nicht mehr reicht und ein Zusatzheizer (Heizstab oder zweiter Wärmeerzeuger) zuschaltet. Typisch −5 bis −10 °C. Zentrale Größe bei der Auslegung. |
| Inverter-Technik | Drehzahlgeregelter Verdichter, der die Leistung stufenlos an den Bedarf anpasst. Höhere Effizienz, weniger Takten, weniger Verschleiß als Ein-Aus-Geräte. Bei aktuellen Geräten weitgehend Standard. |
Abschnitt 2
Welche Quelle passt zu Grundstück, Gebäude und Budget?
| Typ | Erklärung |
|---|---|
| Luft/Luft-Wärmepumpe Luft | Außenluft wird über Kältemittel direkt an die Raumluft abgegeben, meist als Split-Klimagerät. Heizt und kühlt, kein Wasserkreis und kein Warmwasser. Geringe Investition, schnelle Montage. Sinnvoll für gut gedämmte Gebäude, einzelne Räume oder als Ergänzung. JAZ 2,5–3,5. |
| Luft/Wasser-Wärmepumpe Luft | Außenluft wird an das Heizwasser übertragen. Mit rund 95 % der 2025 verkauften Anlagen die mit Abstand häufigste Lösung: keine Erdarbeiten, einfache Installation. Effizienz etwas niedriger als bei Erd- oder Wasserquelle. Außen- oder Innenaufstellung möglich. JAZ 2,8–4,5. |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) Erde | Ein Wasser-Glykol-Gemisch (Sole) holt Wärme aus dem Erdreich – über Erdsonden (meist 50–150 m tief) oder Flächenkollektoren. Sehr konstante Quelltemperatur von 8–12 °C, hohe Effizienz. Höhere Investition, Anzeige bzw. Genehmigung nötig. JAZ 4,0–5,5. |
| Wasser/Wasser-Wärmepumpe Wasser | Grundwasser als Quelle, gefördert über einen Förder- und zurückgeführt über einen Schluckbrunnen. Höchste Effizienz aller Typen, aber strenge wasserrechtliche Erlaubnis und abhängig von Menge und Qualität des Grundwassers. JAZ 5,0–6,5. |
| Abluft-Wärmepumpe Luft | Nutzt die rund 20 °C warme Abluft einer Lüftungsanlage. Nur für sehr gut gedämmte Gebäude mit kontrollierter Wohnraumlüftung, geringe Leistung (1–3 kW). JAZ 3,0–4,0. |
Abschnitt 3
Wo sitzt der Kältekreis – und was folgt daraus für Einbau und Fachbetrieb?
| Bauform | Erklärung |
|---|---|
| Monoblock (Außenaufstellung) | Der komplette Kältekreis sitzt werkseitig geschlossen im Außengerät, ins Haus führen nur Heizwasserleitungen. Für den Einbau ist kein Kälteschein nötig. Die Wasserleitungen im Freien brauchen Frostschutz. |
| Split-System | Außeneinheit und Inneneinheit sind über Kältemittelleitungen verbunden, die vor Ort verlegt und befüllt werden – nur durch zertifizierte Fachkräfte. Der Wasserkreis bleibt im Haus, kein Einfrierrisiko. Die Inneneinheit braucht Platz im Technikraum. |
| Kompaktgerät (All-in-One) | Inneneinheit mit integriertem Warmwasserspeicher und Hydraulik, kombiniert mit einer Außeneinheit. Platzsparend und einfach zu planen, typisch in der Sanierung. Weniger flexibel bei späteren Erweiterungen. |
| Monoblock innen aufgestellt | Das ganze Gerät steht im Keller, die Luft wird über Kanäle nach außen und zurück geführt. Kein Kälteschein nötig. Lösung bei Platzmangel außen, Denkmalschutz oder strengen Schallauflagen. Die Kanaldurchführungen sind sorgfältig zu dämmen. |
Abschnitt 4
Rahmenbedingungen in Deutschland, Stand Oktober 2026.
| Thema | Erklärung |
|---|---|
| Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) | Ersetzt seit 29.07.2026 das Gebäudeenergiegesetz. Die frühere 65-%-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen ist entfallen, die Heizungswahl ist wieder frei. Neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen (Bio-Treppe). Wärmepumpen sind davon nicht betroffen. |
| Förderung (KfW 458) | Zuschuss über die KfW, Antrag vor Vertragsunterschrift. Grundförderung 30 %, Klimageschwindigkeitsbonus 16 % (sinkt ab 02/2027 halbjährlich), Einkommensbonus 40/30/10 % – beide Boni nur für Selbstnutzer. Deckel 70 % bzw. 80 %, förderfähig max. 28.000 € für die erste Wohneinheit. Ab Q1 2027 angekündigt: Grundförderung 15 % plus 15 % Wertschöpfungsbonus nur für in der EU gefertigte Geräte. Details im Ratgeber, Kapitel 12. |
| Kälteschein (Sachkunde) | Wer an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln (R32, R410A, R454B) Kältemittelkreisläufe öffnet, befüllt oder prüft, braucht ein Sachkundezertifikat nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung. Kategorie I: alle Tätigkeiten · II: Installation, Wartung, Rückgewinnung bei kleineren Anlagen · III: Rückgewinnung · IV: Dichtheitskontrolle. Seit der F-Gase-Verordnung 2024 gehören auch alternative Kältemittel wie R290 zur Ausbildung; für R290 gelten zusätzlich Explosionsschutz-Vorgaben. |
| F-Gase-Verordnung (EU 2024/573) | Verknappt fluorierte Kältemittel schrittweise und verbietet sie in immer mehr neuen Geräteklassen, beginnend mit hohen GWP-Werten und kleinen Monoblock-Geräten. Langfristig ist ein weitgehender Ausstieg vorgesehen. Deshalb setzen Hersteller zunehmend auf R290. |
| Genehmigungen | Erdsonden: wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde, ab 100 m Tiefe zusätzlich Anzeige nach Bergrecht. Grundwasser-Wärmepumpe: wasserrechtliche Erlaubnis. Luft/Wasser außen: meist verfahrensfrei, aber Abstandsflächen nach Landesbauordnung beachten. |
| Schallschutz (TA Lärm) | Nachts gelten am Nachbargebäude Richtwerte von 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet. Aufstellort, Abstand und ein Nachtmodus entscheiden mehr als der reine Gerätewert. |
| Netzanmeldung und §14a EnWG | Anmeldung beim Netzbetreiber vor Installation (ab 4,2 kW). Als steuerbare Verbrauchseinrichtung darf der Netzbetreiber bei Engpässen drosseln, 4,2 kW bleiben garantiert. Dafür reduziertes Netzentgelt. |
Abschnitt 5
Was im Alltag zählt – von Leistungsklasse bis Wartung.
| Aspekt | Erklärung |
|---|---|
| Etablierte Hersteller | Zu den bekannten Anbietern in Deutschland gehören unter anderem Vaillant, Viessmann, Bosch/Buderus, Stiebel Eltron, Wolf, Daikin, Panasonic, Mitsubishi Electric, Samsung, LG, Nibe, Alpha Innotec und Weishaupt. Die Aufzählung ist nicht vollständig und keine Empfehlung. |
| Leistungsklassen | Einfamilienhaus meist 5–12 kW, Mehrfamilienhaus 15–60 kW, Gewerbe bis in den Megawatt-Bereich (Kaskaden, Großwärmepumpen). Grundlage ist immer die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. |
| Warmwasserbereitung | Integriert im Kompaktgerät oder extern mit separatem Warmwasserspeicher bzw. Frischwasserstation. Legionellenschutz: Für Großanlagen schreibt das Regelwerk (DVGW W 551) Mindesttemperaturen vor; im Einfamilienhaus wird eine regelmäßige Aufheizung auf 60 °C empfohlen, oft per Heizstab. |
| Smart-Home-Anbindung | Gängig sind SG-Ready (Schnittstelle für PV-Überschuss und Netzsignale), Modbus, KNX und Hersteller-Apps. SG-Ready ist Voraussetzung für eine gute Eigenverbrauchssteuerung mit Photovoltaik. |
| Kombination mit PV | Wärmepumpe, PV-Anlage und Stromspeicher ergänzen sich: Überschussstrom wird als Wärme im Gebäude oder Warmwasserspeicher gespeichert. Die Eigenverbrauchsquote kann dadurch deutlich steigen – wie stark, hängt von Anlagengröße, Speicher und Verbrauchsprofil ab. |
| Schallwerte | Im Datenblatt steht der Schallleistungspegel (LWA, Gerätewert), am Nachbarhaus zählt der Schalldruckpegel (abhängig vom Abstand). Orientierung LWA: unter 55 dB(A) leise, 55–65 dB(A) mittel, über 65 dB(A) laut. |
| Lebensdauer und Wartung | Technische Lebensdauer meist 15–20 Jahre. Jährliche Wartung empfohlen (Kältemitteldruck, Kondensatablauf, Filter, Ventilator). Gesetzliche Dichtheitskontrolle ab 5 t CO₂-Äquivalent Kältemittelfüllung, z. B. R32 ab ca. 7,4 kg – bei R290 entfällt sie. |
| Betriebskosten berechnen | Formel: Wärmebedarf (kWh) ÷ JAZ × Strompreis = Jahreskosten. Beispiel: 15.000 kWh ÷ 3,5 × 0,28 €/kWh ≈ 1.200 € pro Jahr. Gas-Brennwert zum Vergleich: 15.000 kWh ÷ 0,9 × 0,10 €/kWh ≈ 1.670 € pro Jahr. Angenommene Preise, keine Prognose. |
Abschnitt 6
Benchmarks für den schnellen Vergleich von Datenblättern und Angeboten.
| Parameter | Erklärung |
|---|---|
| JAZ Luft/Wasser | 2,8–4,5 (gut: COP über 3,5 bei A7/W35) |
| JAZ Sole/Wasser | 4,0–5,5 (gut: COP über 4,5 bei B0/W35) |
| JAZ Wasser/Wasser | 5,0–6,5 (gut: COP über 5,5 bei W10/W35) |
| Günstige Vorlauftemperatur | bis 40 °C Fußbodenheizung · bis 55 °C Niedertemperatur-Heizkörper |
| Einsatzgrenze Luft/Wasser | meist bis −20 bis −25 °C Außentemperatur (Herstellerangabe) |
| Typische Heizlast Einfamilienhaus | 4–8 kW Neubau bzw. Effizienzhaus · 8–14 kW unsanierter Altbau |
| Pufferspeicher | häufig 15–30 l je kW Heizleistung; ob überhaupt nötig, entscheidet das Hydraulikkonzept des Herstellers |
| Warmwasserspeicher | rund 50–60 l pro Person |
| Stromtarif | Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler oft deutlich günstiger als Haushaltsstrom; mit PV und dynamischem Tarif zusätzliches Sparpotenzial |
| Amortisation | grob 8–14 Jahre gegenüber einer neuen Gasheizung – stark abhängig von Energiepreisen, Förderung und Sanierungsstand |
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Der Wärmepumpen-Ratgeber erklärt alles Schritt für Schritt – kostenlos, auch als PDF.
Zum RatgeberAlle Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Kein Ersatz für eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 oder eine Fachplanung.
Unsere neue YouTube-Serie begleitet einen echten Heizungstausch: Eine Hausbesitzerin baut ihre Wärmepumpe in Eigenleistung ein – und eine SHK-Meisterin sagt, wo Schluss ist. Acht Folgen plus Trailer, vom ersten Haus-Check bis zum ersten Winter.
„Wärmepumpe selbst einbauen“ ist eine der meistgesuchten Fragen zum Thema – und die ehrliche Antwort lautet: teilweise. Rund 40 bis 50 Prozent der Arbeitsstunden lassen sich realistisch selbst übernehmen, etwa Fundament, Demontage, Rohrverlegung und Dämmung. Kältekreis, Elektroanschluss, Gas und Trinkwasser bleiben Sache von Fachbetrieben. Genau diese Grenze ist der Kern der Serie, keine Fußnote.
Deshalb heißt das Prinzip nicht „Do it yourself“, sondern Eigenleistung unter Meisteraufsicht: Die Hausbesitzerin übernimmt alles, was rechtlich und technisch zulässig ist, die Meisterin plant, prüft und erledigt die Pflichtschritte. Nur so bleibt das Projekt sicher, förderfähig und garantiefähig.
Keine Anleitung zum Nachbau ohne Fachbetrieb
Die Serie zeigt ein reales Projekt mit Fachbetrieb. Sie ersetzt keine Planung, keine Herstellerunterlagen und keine Abnahme. Ob und in welchem Umfang Eigenleistung bei der KfW-Förderung anerkannt wird, prüfen Sie vor Projektbeginn mit dem aktuellen KfW-Merkblatt und Ihrem Fachbetrieb.
Jeder Arbeitsschritt bekommt eine Farbe – in jeder Folge eingeblendet:
| Arbeitsschritt | Ampel | Warum |
|---|---|---|
| Heizlast und Geräteauslegung | Gelb | Sie liefern die Daten, die Fachkraft rechnet und verantwortet – Grundlage für die Förderung. |
| Fundament, Konsole, Kondensatablauf | Grün | Bauleistung. Schallschutz und Landesbauordnung beachten. |
| R290-Schutzbereich festlegen | Gelb | Nach Herstellervorgabe, die Fachkraft prüft: keine Schächte, Gullys oder Kellerfenster im Bereich. |
| Kältekreis öffnen oder befüllen | Rot | Nur zertifiziertes Personal – entfällt beim Monoblock, weil der Kreis werkseitig geschlossen ist. |
| Gasanschluss trennen, Kessel außer Betrieb | Rot | Eingetragener Gas-Fachbetrieb, Netzbetreiber, Schornsteinfeger. |
| Altkessel demontieren, entleeren | Grün | Nach Trennung und Freigabe durch die Fachkraft. |
| Heizungsrohre, Speicher, Wanddurchführung, Dämmung | Gelb | Eigenleistung möglich, Druckprobe und Abnahme durch die Fachkraft. |
| Trinkwasseranschluss Warmwasserspeicher | Rot | Nur durch ein eingetragenes Installationsunternehmen. |
| Elektroanschluss, Zähler, Steuerbox | Rot | Eingetragene Elektrofachkraft, Anmeldung beim Netzbetreiber, §14a EnWG. |
| Leerrohre und Kabelkanäle (spannungsfrei) | Grün | Vorarbeit für die Elektrofachkraft. |
| Spülen, Füllwasser aufbereiten, entlüften | Gelb | Nach VDI 2035, die Fachkraft dokumentiert. |
| Inbetriebnahme, hydraulischer Abgleich | Rot | Fachkraft oder Werkskundendienst – Voraussetzung für Garantie und Förderung. |
Allgemeine Einordnung, Stand Oktober 2026 – keine Rechtsberatung. Basis der Serie ist eine Monoblock-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit R290; Split-Geräte sind für Eigenleistung ungeeignet, weil Kältemittelleitungen vor Ort befüllt werden müssen.
Jana, SHK-Meisterin
Mitte 30, eigener Betrieb. Plant, prüft, erklärt – und zieht die rote Linie. Ihr Satz: „Stopp – hier bin ich dran.“
Sabine, Hausbesitzerin
Doppelhaushälfte von 1990, 25 Jahre alter Gaskessel. Sie packt an, stellt die Fragen der Zuschauer und rechnet mit: „Was hab ich jetzt gespart?“
Beide sind kompetent, keine Lehrerin-Schüler-Rolle. Fehler bleiben im Schnitt – das macht die Serie glaubwürdig. Am Ende jeder Folge zeigt der Spar-Zähler Eigenleistungsstunden, eingesparten Lohn und Materialkosten. Jana und Sabine sind Arbeitsnamen; gedreht wird mit echten Menschen an einem echten Haus.
Jede Folge folgt demselben Raster: kurzer Konflikt zum Einstieg, Planung am Tisch, Ausführung, Meisterinnen-Stopp, Spar-Zähler und ein Cliffhanger.
Trailer · 1:30
Kernfrage: Worum geht es, wer sind die zwei?
Im Keller brummt der alte Gaskessel. Sabine hebt den Hammer, Jana hält ihr Handgelenk fest: „Noch nicht.“ Danach stellen sich beide vor, schnelle Schnitte aus allen Folgen, die DIY-Ampel – und der Claim.
DIY-Ampel: –
Folge 1 · 15 min
Kernfrage: Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörper
Ein Angebot über 42.000 Euro liegt auf dem Tisch. Jana will erst wissen, ob und welche Wärmepumpe passt: Begehung, Gasverbrauch der letzten drei Jahre, und ein Praxistest – Vorlauf am alten Kessel auf 50 °C senken. Bleibt es warm? Am Whiteboard: warum Überdimensionierung teuer ist.
DIY-Ampel: Gelb
Folge 2 · 15 min
Kernfrage: Monoblock oder Split, Kosten, KfW-Antrag
Sabine findet ein günstiges Split-Gerät im Netz – Jana stoppt: Ohne Kälteschein darf das niemand von beiden anschließen. Warum ein Monoblock mit R290 die DIY-taugliche Wahl ist, wie der KfW-Antrag vor Vertragsbeginn läuft und was Komplettvergabe gegen Eigenleistung wirklich kostet.
DIY-Ampel: Gelb
Folge 3 · 14 min
Kernfrage: Schall, R290-Schutzbereich, Kondensat
„Wird das laut?“, fragt der Nachbar über den Zaun. Jana rechnet es mit dem Schallrechner nach, der R290-Schutzbereich wird mit Absperrband markiert. Dann ist Sabine dran: ausheben, schalen, Fundament gießen – samt schiefer Schalung, die drin bleibt. Die Wasserwaage hat das letzte Wort.
DIY-Ampel: Grün
Folge 4 · 12 min
Kernfrage: Was darf ich demontieren, wer trennt das Gas?
Erst die Rot-Phase: Der Gas-Fachbetrieb trennt den Anschluss, Jana erklärt warum. Dann die Grün-Phase: Anlage entleeren, Kessel demontieren, Abgasrohr zurückbauen – mit einer festgerosteten Verschraubung als Gegner. Am Ende Kreidelinien im leeren Keller.
DIY-Ampel: Grün / Rot
Folge 5 · 18 min
Kernfrage: Hydraulikschema, Verrohrung, Druckprobe
„Pressen oder löten?“ – „Weder noch, bevor du das Schema verstanden hast.“ Kernbohrung, gedämmte Leitungen, Pressfittings unter Anleitung. Den Trinkwasseranschluss übernimmt Jana selbst. Zum Schluss die Druckprobe im 24-Stunden-Zeitraffer – und das Manometer fällt leicht.
DIY-Ampel: Gelb
Folge 6 · 12 min
Kernfrage: Elektroanschluss, §14a, Netzbetreiber
Die Druckprobe wird aufgelöst: eine Stelle nachpressen, dann dicht. Sabine verlegt spannungsfrei Leerrohr und Kabelkanal, den Anschluss macht eine Elektrofachkraft. Dazu: Anmeldung beim Netzbetreiber, §14a EnWG und welcher Stromtarif passt.
DIY-Ampel: Grün / Rot
Folge 7 · 16 min
Kernfrage: Füllwasser, Heizkurve, hydraulischer Abgleich
Sabine steht mit dem Gartenschlauch am Füllhahn – Stopp. Spülen, Füllwasser nach VDI 2035 aufbereiten, entlüften. Die Inbetriebnahme mit Protokoll übernimmt die Meisterin, gemeinsam folgen hydraulischer Abgleich und Heizkurve. Dann der Moment: die ersten warmen Heizkörper.
DIY-Ampel: Gelb / Rot
Folge 8 · 15 min
Kernfrage: Jahresarbeitszahl, Stromkosten, Gesamtbilanz
Schnee auf dem Außengerät, Abtauen im Close-up. Strom- und Wärmemengenzähler zeigen die Jahresarbeitszahl, der Spar-Zähler die ehrliche Bilanz: Eigenleistungsstunden, eingesparter Lohn, Fehlerkosten, Förderung. Und die Frage: Für wen taugt Eigenleistung nicht?
DIY-Ampel: –
Geplant ist ein wöchentlicher Start in der Heizsaison, die letzte Folge kommt nach dem ersten Winter. Dazu gibt es kurze Clips „Darf ich das selbst?“ – eine Ampel pro Clip – auf YouTube Shorts, Instagram und TikTok.
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Lieber die Den großen Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger?
Vorab
Wer die Wärmepumpe nach Gefühl bestellt, bezahlt dreimal: beim Kauf, im Betrieb und bei der Reparatur. Wer vorher rechnet, zahlt nur einmal.
Wärmepumpen gehören inzwischen zu den meistverkauften neuen Heizungen. Der Engpass liegt nicht beim Gerät, sondern bei Fachbetrieben, Planungskapazität und vor allem bei der sauberen Vorplanung. Genau dort entstehen die teuersten Fehler – ganz am Anfang.
Viele Angebote beruhen nicht auf einer Berechnung, sondern auf einer Schätzung der Heizleistung – großzügig aufgerundet, „damit es sicher reicht“. Bei Öl- und Gaskesseln war das jahrzehntelang üblich und weitgehend folgenlos. Bei der Wärmepumpe ist es ein systematischer Fehler mit Folgekosten über die gesamte Lebensdauer.
Die Kernbotschaft
Die raumweise Heizlastberechnung ist – zusammen mit der Heizkörperprüfung – Schritt 1, nicht Schritt 5. Sie gehört vor die Angebotseinholung. Was hier nicht sauber aufgesetzt wird, lässt sich nach dem Einbau kaum noch korrigieren.
| Kostentreiber | Ursache | Wann er zuschlägt |
|---|---|---|
| Höherer Kaufpreis | größeres Gerät als nötig, ggf. größere Elektro- und Hydraulikkomponenten | sofort beim Kauf |
| Höhere Stromkosten | häufiges Takten senkt die Jahresarbeitszahl (JAZ) | jedes Jahr, über 15–20 Jahre |
| Kürzere Lebensdauer | Verschleiß am Verdichter durch viele Starts | vorzeitiger Tausch teurer Bauteile |
| Nachträge auf der Rechnung | zu kleine Heizkörper erst nach dem Einbau entdeckt | nach der Inbetriebnahme |
| Komfortprobleme | einzelne Räume werden nicht warm, Vorlauftemperatur wird angehoben | im ersten Winter |
Die Reihenfolge, auf die es ankommt
1. Planen (Heizlast, Heizkörper, Abgleich vorbereiten) → 2. Angebote auf Basis der Planung einholen → 3. Vergleichen und beauftragen → 4. Einbauen, einregulieren, kontrollieren.
Kapitel 1
Modulation, Takten und Verschleiß – die Technik in Kürze.
Volle Leistung braucht das Haus nur selten
Die maximale Heizleistung wird nur an den kältesten Tagen gebraucht. Den Rest der Heizperiode arbeitet die Wärmepumpe in Teillast. Inverter-Geräte passen ihre Leistung an – aber nur bis zu einer Untergrenze von typisch 20–30 % der Nennleistung, bei sehr gut modulierenden Geräten rund 15 %. Je größer das Gerät, desto höher liegt diese Grenze in kW.
Unterhalb der Grenze: Takten
Braucht das Haus weniger Wärme als die Mindestleistung, schaltet die Anlage ständig ein und aus. Effizienzverlust: Nach jedem Start baut der Verdichter erst Druck auf. Schmierung: Verdichteröl braucht Laufzeit, um zurückzukehren. Verschleiß: Lager, Ventile und Elektronik altern mit jedem Start schneller.
Rechenbeispiel: Mehrkosten im Betrieb
Wärmebedarf 18.000 kWh pro Jahr · JAZ sauber ausgelegt 3,8 gegenüber taktend 3,3 · Wärmepumpenstrom 28 ct/kWh
→ 4.740 kWh gegenüber 5.450 kWh Strom = rund 710 kWh bzw. etwa 200 € Mehrkosten pro Jahr, über 20 Jahre etwa 4.000 € – zuzüglich höherem Gerätepreis und Verschleiß.
Modellrechnung mit den genannten Annahmen. Die tatsächliche Differenz hängt von Gebäude, Gerät und Regelung ab.
Kapitel 2
Die Schritte 1 bis 7 schaffen die Grundlage, auf der Fachbetriebe vergleichbar anbieten können.
Unterlagen und Ausgangslage erfassen Start
Grundrisse und Schnitte, Baujahr, bisherige Sanierungen (Fenster, Dach, Fassade, Keller), Heizenergieverbrauch der letzten drei Jahre, Warmwasserbereitung, Heizkörper je Raum (Typ, Bauhöhe, Länge) und Fotos des Heizraums.
Ergebnis: vollständige Datenbasis – ohne sie ist jede Berechnung nur eine bessere Schätzung.
Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 Kernschritt
Für jeden Raum wird der Wärmeverlust über Bauteile und Lüftung berechnet. Die Summe ergibt die Gebäudeheizlast – ohne pauschale Sicherheitszuschläge. Sinnvoll ist eine Plausibilisierung über den bisherigen Verbrauch.
Ergebnis: Heizlast je Raum und Gesamtheizlast in kW – die Grundlage für Gerätewahl und Angebote.
Heizkörper bzw. Heizflächen prüfen Kernschritt
Pro Raum wird geprüft, welche Vorlauftemperatur die vorhandenen Heizkörper brauchen, um die Raumheizlast zu decken. Ziel ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur – jedes Grad weniger verbessert die Effizienz.
Ergebnis: erforderliche Systemvorlauftemperatur und Liste der „kritischen Räume“.
Kritische Räume lösen – bevor angeboten wird
Wo einzelne Heizkörper zu klein sind, gezielt tauschen oder vergrößern, statt die Vorlauftemperatur für das ganze Haus anzuheben. Alternativ punktuelle Dämmmaßnahmen prüfen.
Ergebnis: Maßnahmenliste, die direkt ins Angebot einfließt – statt später als Nachtrag.
Wärmepumpe auslegen
Nennleistung an der berechneten Heizlast ausrichten, plus Warmwasser. Mögliche Leistungsreduzierungen durch den Netzbetreiber nach §14a EnWG berücksichtigen. Auf die untere Modulationsgrenze achten: Je niedriger, desto seltener taktet die Anlage.
Ergebnis: Leistungsklasse, Vorlauftemperatur und Anforderungsprofil für das Gerät.
Hydraulischen Abgleich vorbereiten
Aus Raumheizlast und Heizkörperdaten ergeben sich die Voreinstellwerte der Thermostatventile (Verfahren B) und die Pumpeneinstellung. Der Abgleich ist Voraussetzung für die Förderung und für einen effizienten Betrieb.
Ergebnis: Ventil- und Pumpeneinstellungen, die der Installateur nur noch umsetzt.
Den richtigen Planer finden
Vorplanung aus einer Hand: Heizlast, Heizkörperprüfung, Abgleich. Möglich über Fachbetrieb, Energieberatung oder spezialisierte Planungsdienste, online oder vor Ort. Entscheidend ist nachweisbare Erfahrung mit Wärmepumpen – nicht nur mit Energieausweisen.
Ergebnis: unabhängige, belastbare Planungsunterlagen.
Kapitel 3
Erst jetzt kommen die Fachbetriebe ins Spiel – mit Unterlagen, die echte Vergleichbarkeit schaffen.
Angebote auf Basis der Planung einholen Erst jetzt
Allen Fachbetrieben dieselben Unterlagen geben: Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörpermaßnahmen, Abgleichdaten. Ideal ist eine vereinfachte Ausschreibung bzw. ein Leistungsverzeichnis.
Ergebnis: vergleichbare Angebote statt Äpfel mit Birnen.
Angebote prüfen und vergleichen
Passt die angebotene Leistung zur berechneten Heizlast? Sind Heizkörpertausch, hydraulischer Abgleich, Einregulierung und Förderunterlagen enthalten? Erfüllt das Gerät die Förderbedingungen – ab 2027 auch mit Blick auf die Herkunft?
Ergebnis: Auftrag an den Betrieb mit dem besten Gesamtpaket – nicht zwingend dem niedrigsten Gerätepreis.
Einbauen, einregulieren, kontrollieren Umsetzen
Abgleich durchführen und dokumentieren lassen, Heizkurve einstellen. Im ersten Winter Laufzeiten, Taktzahl und Stromverbrauch beobachten und nachjustieren.
Ergebnis: dokumentierte Anlage mit messbarer Jahresarbeitszahl.
Merksatz
Erst planen, dann anfragen. Ein Angebot ohne raumweise Heizlast und Heizkörperprüfung ist kein Angebot – es ist eine Schätzung mit Preisschild.
Förderung nicht vergessen
Der KfW-Antrag muss vor der Vertragsunterschrift gestellt werden. Die Vorplanung ist dafür die ideale Grundlage – Details im Wärmepumpen-Ratgeber, Kapitel „Förderung“.
Kapitel 4
Unterlagen, Planerauswahl und Angebotsprüfung.
| Wer kann die Vorplanung machen? | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Fachbetrieb | wenn er raumweise rechnet und die Planung nicht nur „nebenbei“ macht |
| Energieberatung | bei nachgewiesener Wärmepumpen-Erfahrung |
| Online-Planungsdienst | Unterlagen selbst hochladen, günstig |
| Vor-Ort-Dienstleister | Aufnahme im Haus, maximal bequem |
| Prüfpunkt | Rote Flagge |
|---|---|
| Nennleistung gegenüber berechneter Heizlast | deutlich höher ohne Begründung |
| Grundlage der Auslegung | „nach Erfahrung“ oder Wohnfläche × Pauschalwert |
| Untere Modulationsgrenze | nicht angegeben |
| Vorlauftemperatur | höher als die Heizkörperprüfung ergibt |
| Heizkörpertausch | fehlt trotz kritischer Räume |
| Hydraulischer Abgleich | nur Verfahren A oder „pauschal“ |
| Förderfähigkeit | Gerät nicht förderfähig, Unterlagen offen, Herkunft unklar |
| Inbetriebnahme und Einregulierung | nicht als Position enthalten |
Kapitel 5
1 · Rechnen statt schätzen
Raumweise Heizlast und Heizkörperprüfung vor dem Angebot – sonst wird zu groß, zu teuer und zu ineffizient gebaut.
2 · Kleiner ist oft besser
Die richtig dimensionierte Wärmepumpe taktet seltener, läuft effizienter und hält länger.
3 · Vergleichbar anfragen
Alle Betriebe erhalten dieselben Planungsdaten – so werden Angebote wirklich vergleichbar.
4 · Nachkontrollieren
Im ersten Winter Takte, Laufzeiten und Verbrauch prüfen und die Regelung nachjustieren.
Werkzeuge auf switch2eco.de
Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Kapitel 6
Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal und verkauft keine Geräte. Finanzierung über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und Angebotsvermittlung – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.
Normen und Begriffe: DIN EN 12831 (Heizlast), hydraulischer Abgleich Verfahren B. Förderbedingungen der BEG EM (KfW 458) ändern sich regelmäßig – maßgeblich sind Richtlinie und Merkblatt zum Zeitpunkt der Antragstellung. Alle Zahlenbeispiele sind vereinfachte Modellrechnungen. Kein Ersatz für eine individuelle Fachplanung, Energie-, Rechts- oder Förderberatung. Stand Oktober 2026.
© switch2eco – Weitergabe zur privaten Information erlaubt.