Energie ernten statt verbrennen.

Ehrliche Ratgeber zu Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und E-Mobilität – von jemandem, der den Weg selbst geht.

„Seit 2009 baue ich unser Haus Schritt für Schritt zur eigenen Energiewende um. Hier teile ich, was ich dabei gelernt habe.“

Womit möchten Sie starten?

In drei Schritten zur Entscheidung

1 · Orientierung

Lohnt sich das für mein Haus?

2 · Vertiefung

Bauart, Kosten, Förderung.

3 · Entscheidung

Angebote prüfen und vergleichen.

Angebots-Check: Was steckt in meinem Wärmepumpen-Angebot?

Geben Sie die Pauschalsumme Ihres Installateurs ein. Wir schätzen, welcher Anteil auf das Gerät und welcher auf Installation und Dienstleistung entfällt.

Richtwerte zur Orientierung, keine Preisgarantie. Vor dem Livegang mit aktuellen Marktdaten kalibrieren.

Aus dem Blog

Video: Wärmepumpe im Altbau – geht das?
Externer Inhalt von YouTube. Erst nach Ihrem Klick wird eine Verbindung aufgebaut (Zwei-Klick-Lösung, Datenschutz).

Der Switch2Eco-Newsletter

Einmal im Monat: neue Ratgeber, Förder-Updates und ehrliche Praxiserfahrungen. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Ratgeber: Ihr Weg zum energieeffizienten Zuhause

Jeder Ratgeber folgt denselben drei Schritten: verstehen, vergleichen, entscheiden. So wissen Sie immer, wo Sie gerade stehen.

Neu: Der große Wärmepumpen-Ratgeber

Ratgeber · kostenlos als PDF

Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger

22 Kapitel, verständlich erklärt: Funktion, Typen, Kosten, Förderung 2026, Auslegung, Angebotsvergleich und Fahrplan.

Lesen oder herunterladen
Ratgeber · kostenlos als PDF

Wärmepumpen-Ratgeber Kompakt

Alle Entscheidungsfragen auf zehn Seiten – für Leser mit Vorwissen, inklusive Förder-Update und Faustwert-Tabellen.

Lesen oder herunterladen
Planungs-Ratgeber · kostenlos als PDF

Erst rechnen, dann kaufen: der 10-Schritte-Plan

Heizlast berechnen, Heizkörper prüfen, Angebote vergleichbar machen – mit Checklisten für Unterlagen, Planerwahl und Angebotsprüfung.

Lesen oder herunterladen

Fachbegriff unklar? In der Wissensdatenbank Wärmepumpen finden Sie über 40 Begriffe und Kennwerte zum Nachschlagen.

1 · Orientierung

Lohnt sich das für mein Haus? Grundlagen in Alltagssprache.

2 · Vertiefung

Welche Bauart, was kostet es, welche Förderung gibt es?

3 · Entscheidung

Angebote prüfen und ein geprüftes Vergleichsangebot einholen.

Wärmepumpe: Lohnt sie sich für mein Haus?

Die Wärmepumpe holt Wärme aus Luft, Erde oder Wasser – ohne Flamme. Hier begleiten wir Sie von der ersten Frage bis zum geprüften Angebot.

Ratgeber · kostenlos als PDF

Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger

22 Kapitel, verständlich erklärt: Funktion, Typen, Kosten, Förderung 2026, Auslegung, Angebotsvergleich und Fahrplan.

Lesen oder herunterladen
Ratgeber · kostenlos als PDF

Wärmepumpen-Ratgeber Kompakt

Alle Entscheidungsfragen auf zehn Seiten – für Leser mit Vorwissen, inklusive Förder-Update und Faustwert-Tabellen.

Lesen oder herunterladen
Planungs-Ratgeber · kostenlos als PDF

Erst rechnen, dann kaufen: der 10-Schritte-Plan

Heizlast berechnen, Heizkörper prüfen, Angebote vergleichbar machen – mit Checklisten für Unterlagen, Planerwahl und Angebotsprüfung.

Lesen oder herunterladen

Neu: In unserer YouTube-Serie „Selbst gebaut. Meisterlich abgenommen.“ sehen Sie, welche Arbeiten Sie selbst übernehmen können.

Schritt 1: Orientierung

Früher galt: Wärmepumpe nur im gedämmten Neubau mit Fußbodenheizung. Das stimmt so nicht mehr. Moderne Geräte erreichen je nach Modell Vorlauftemperaturen bis zu 80 °C und kommen damit auch in vielen Altbauten mit Heizkörpern infrage.

So funktioniert eine Wärmepumpen-HeizungHeizen, Kühlen und Warmwasser – zentral geregeltAußenInnen2RegelungApp-SteuerungLuft1Wärmepumpeentzieht der Außenluft Wärme3Pufferspeichergleicht Erzeugung und Bedarf aus4Heizkreis 1: Heizkörper und GebläsekonvektorenHeizen und KühlenHeizkörperHeizkörperGebläsekonvektor5Heizkreis 2: FußbodenheizungVorlauftemperatur per Mischer abgesenktMischerUmschaltventilHeizen ↔ WarmwasserE-HeizstabWarmwasserKaltwasser6WarmwasserspeicherVorlauf (warm)Rücklauf (abgekühlt)SteuerleitungUmwälzpumpeKomponente (siehe Nummer)
So arbeitet eine Wärmepumpen-Heizung: Außengerät, Regelung, Pufferspeicher, zwei Heizkreise und Warmwasserspeicher. Mehr dazu im Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger.

Eignungs-Check: Lohnt sich eine Wärmepumpe für mein Haus?

Drei Fragen, eine erste Einschätzung. Unverbindlich und ohne Anmeldung.

Schritt 2: Vertiefung

Vor dem ersten Angebot: Heizlast berechnen

Die meisten teuren Fehler entstehen ganz am Anfang – mit einer geschätzten statt berechneten Heizlast. Unser 10-Schritte-Plan „Erst rechnen, dann kaufen“ zeigt die richtige Reihenfolge, mit Checklisten und kostenlosem PDF.

Welche Bauart passt?

BauartWärmequelleTypisch für
Luft/Wasser MonoblockAußenluftDie meisten Bestandsgebäude
Luft/Wasser SplitAußenluftWenig Platz außen, kurze Leitungswege
Sole/WasserErdreichHohe Effizienz, Bohrung nötig

Förderung

Die staatliche Förderung kann einen großen Teil der Kosten abdecken – je nach Boni bis zu 70 %. Stand und Konditionen ändern sich regelmäßig; wir halten diesen Abschnitt aktuell.

Schritt 3: Entscheidung

Tipp: Die Checkliste „Angebot prüfen“ mit allen roten Flaggen finden Sie im 10-Schritte-Plan, Kapitel 4.

Sie haben schon ein Angebot? Prüfen Sie, wie viel davon auf das Gerät und wie viel auf die Installation entfällt.

Angebots-Check: Was steckt in meinem Wärmepumpen-Angebot?

Geben Sie die Pauschalsumme Ihres Installateurs ein. Wir schätzen, welcher Anteil auf das Gerät und welcher auf Installation und Dienstleistung entfällt.

Richtwerte zur Orientierung, keine Preisgarantie. Vor dem Livegang mit aktuellen Marktdaten kalibrieren.

Zweites Angebot zum Vergleich?

Wir vermitteln Ihnen ein geprüftes Vergleichsangebot eines Fachbetriebs aus Ihrer Region. Kostenlos und unverbindlich.

Vergleichsangebot anfordern

Häufige Fragen

Funktioniert eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern?

Oft ja. Entscheidend sind die nötige Vorlauftemperatur und die Größe der Heizkörper. Der Eignungs-Check gibt eine erste Einschätzung.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Moderne Außengeräte sind leise. Wichtig sind Aufstellort und Abstand zum Nachbarn.

Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?

Ja, oft. Ein Teil des Wärmepumpenstroms kommt dann vom eigenen Dach – besonders in der Übergangszeit.

Geprüftes Vergleichsangebot anfordern

Kostenlos und unverbindlich. Ihre Anfrage geht nur mit Ihrer Einwilligung an einen Partnerbetrieb.

Blog

Praxiswissen, Erfahrungen und Neuigkeiten – aus dem echten Alltag mit PV, Speicher, Wallbox und bald Wärmepumpe.

R290-SchutzbereichNachbar (aus dem Off)Wird das laut?Folge 3
Neu · YouTube-Serie

Selbst gebaut. Meisterlich abgenommen.

Eine Hausbesitzerin baut ihre Wärmepumpe in Eigenleistung ein, eine SHK-Meisterin zieht die Grenze. Acht Folgen mit DIY-Ampel – hier ist der Überblick.

Zur Serie
Wärmepumpe · 6 Min. Lesezeit

Wärmepumpe im Altbau: Wann sie sich wirklich lohnt

Viele Altbaubesitzer glauben, eine Wärmepumpe komme für sie nicht infrage. Das war früher oft richtig – heute nicht mehr.

Die Vorlauftemperatur ist der Schlüssel

Je niedriger die Temperatur, mit der das Heizwasser in die Heizkörper fließt, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Moderne Geräte schaffen je nach Modell bis zu 80 °C. Effizient wird es aber vor allem dann, wenn Ihr Haus mit deutlich weniger auskommt.

Drei Fragen, die Sie vorher klären sollten

  1. Welche Vorlauftemperatur braucht Ihr Haus an kalten Tagen?
  2. Reichen Ihre Heizkörper, oder lohnt der Tausch einzelner Räume?
  3. Wie hoch ist die Heizlast – und passt die angebotene Leistung dazu?

Fazit

Die Wärmepumpe im Altbau ist kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Planung. Starten Sie mit dem Eignungs-Check.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Mehr erfahren

Der Switch2Eco-Newsletter

Einmal im Monat: neue Ratgeber, Förder-Updates und ehrliche Praxiserfahrungen. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Warum es switch2eco gibt

Mein Name ist Christian Fitz. Als wir 2009 unser Haus gebaut haben, hatte ich eine fixe Idee: Das Haus sollte von Anfang an mitdenken.

Aus dieser Idee ist über die Jahre eine Leidenschaft geworden – und eine eigene Energiewende: rund 15 kWp Photovoltaik auf dem Ost-West-Dach, ein Batteriespeicher mit Energiemanagement, ein Heizstab für den Solarüberschuss, eine Klimaanlage, eine Wallbox und seit gut fünf Jahren ein Elektroauto. Nur bei der Wärme bin ich noch nicht am Ziel: Die Wärmepumpe ist mein nächster Schritt.

Holz, Kohle, Öl, Gas – jahrhundertelang haben wir Energie verbrannt. Heute ernten wir sie: von der Sonne, aus dem Wind, aus Luft und Boden. Für Öl, Gas und Kohle fließen jedes Jahr im Schnitt rund 81 Milliarden Euro ins Ausland. Jeder Schritt zur eigenen Energie holt ein Stück davon zurück ins eigene Haus.

switch2eco begleitet Sie dabei: verständlich, ehrlich und Schritt für Schritt.

Ihr Nachbar auf dem Weg zur Energiewende,
Christian Fitz

So finanziert sich switch2eco

Unsere Inhalte und Rechner sind kostenlos. Wir finanzieren uns über Partnerangebote, Werbung und Affiliate-Links – klar gekennzeichnet. Unsere Inhalte bleiben ehrlich, auch wenn die beste Lösung für Ihr Haus keine ist, an der wir verdienen. Details

Vorschau-Hinweis: Mit dem Umschalter oben können Sie beide Vorwort-Varianten vergleichen. Der vollständige Vorwort-Text folgt nach Ihrer Entscheidung.

Für Fachbetriebe: Inhalte und Anfragen, die Ihr Geschäft stärken

Sie sind Elektro- oder SHK-Fachbetrieb? Bewerben Sie sich als Partner – für Content-Lizenzen, ein Profil oder Anfragen aus Ihrer Region.

Content-Lizenz

Unsere Ratgeber auf Ihrer Website – als Widget oder lizenzierter Text, immer aktuell.

Partnerprofil

Eine eigene Seite auf switch2eco mit Ihren Leistungen und Ihrem Einzugsgebiet.

Anfragen

Qualifizierte Anfragen kaufbereiter Kunden aus Ihrer Region.

Als Partner bewerben

Newsletter

Ein Mal im Monat das Wichtigste – kompakt und ehrlich.

Der Switch2Eco-Newsletter

Einmal im Monat: neue Ratgeber, Förder-Updates und ehrliche Praxiserfahrungen. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Gewinnspiel: Ein Balkonkraftwerk für Ihren Balkon

Beantworten Sie eine Frage und gewinnen Sie mit etwas Glück ein Balkonkraftwerk-Set. [Teilnahmeschluss: Datum]

Womit ernten wir Energie, statt sie zu verbrennen?

Die Teilnahme hängt nicht von der Newsletter-Anmeldung ab.

Werben auf switch2eco

Erreichen Sie Hauseigentümer genau dann, wenn sie über ihre Energiezukunft entscheiden.

FormatGrößePlatzierung
Leaderboard728 × 90 (mobil 320 × 50)Kopf von Ratgeber- und Blogseiten
Medium Rectangle300 × 250Seitenleiste, mobil im Inhalt
Half Page300 × 600Seitenleiste Desktop
Native AdflexibelIm Inhalt, als „Anzeige“ gekennzeichnet
Newsletter-SponsoringTextanzeige + BildMonatlicher Newsletter
Ratgeber-SponsoringLogo + AnzeigenseiteWärmepumpen-Ratgeber als Web-Version und kostenloses PDF
Gewinnspiel-PartnerschaftindividuellGewinnspielseite + Newsletter

Zielgruppen: Hersteller, Banken und Finanzierer, Energieversorger und dynamische Stromtarife, Händler, E-Mobilität. Alle Werbeformen sind klar als Anzeige gekennzeichnet.

Ansprechpartner Vermarktung

Concept-Grande

Die Vermarktung von switch2eco und der Wärmepumpen-Ratgeber – Werbeplätze im Web, Sponsoring der kostenlosen Ratgeber-PDFs, Newsletter- und Gewinnspiel-Partnerschaften – übernimmt unsere Vermarktungsagentur Concept-Grande. Dort erhalten Sie Mediadaten, Preise und Verfügbarkeiten.

Zu Concept-Grande Allgemeiner Kontakt

Redaktion und Vermarktung sind getrennt: Werbekunden haben keinen Einfluss auf Ratgeberinhalte. Alle Werbeformen sind als Anzeige gekennzeichnet.

Kontakt

Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger

Alles, was Sie vor der Entscheidung wissen sollten – verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch. Unabhängig, herstellerneutral und auf dem Rechtsstand Oktober 2026 – inklusive Gebäudemodernisierungsgesetz und neuer KfW-Förderung.

Ratgeber kostenlos als PDF

Ausgabe für Einsteiger · 22 Kapitel · Stand Oktober 2026. Ohne Anmeldung, zum Ausdrucken und Weitergeben.

PDF herunterladen

Der Download funktioniert auch ohne E-Mail-Adresse. Für den Newsletter gilt Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Lieber die Kompakt-Ausgabe für Leser mit Vorwissen?

Vorwort

Warum die Elektrifizierung der Wärme jetzt zählt

Deutschland gibt im langjährigen Durchschnitt rund 80 Milliarden Euro pro Jahr für importierte fossile Energie aus. Bei Erdöl liegt die Importquote bei 98 %, bei Erdgas bei 95 %, bei Steinkohle bei 100 %. Insgesamt kommen rund zwei Drittel unseres Energiebedarfs aus dem Ausland. Jede Kilowattstunde Heizwärme, die aus heimisch erzeugtem Strom statt aus importiertem Öl oder Gas kommt, verringert diese Abhängigkeit ein Stück.

Das ist auch eine Frage der Wertschöpfung. Die Rechnung für Öl und Gas geht überwiegend ins Ausland. Strom für eine Wärmepumpe wird zu einem wachsenden Anteil im Inland erzeugt. Und Einbau, Wartung und Service einer Wärmepumpe sind an den Standort gebunden – diese Handwerksleistung lässt sich nicht verlagern.

Ein Handwerk mit Zukunft

Das SHK-Handwerk beschäftigt rund 390.000 Menschen in rund 48.000 Betrieben bei einem Branchenumsatz von rund 59 Milliarden Euro (2025). Der Umstieg auf Wärmepumpen ist für dieses Handwerk eine der zentralen Wachstumschancen – vorausgesetzt, es werden genug Fachkräfte ausgebildet.

Der Weg dorthin hat Hürden, und dieser Ratgeber redet sie nicht klein: Fachkräfte fehlen, die Stromnetze müssen ausgebaut und intelligent gesteuert werden, die Erstinvestition ist für viele Eigentümer eine echte Hürde, und die Sanierung des Gebäudebestands kommt langsamer voran als nötig. Die Wärmepumpe ist nicht die einzige Antwort – aber heute die im Bestand am breitesten einsetzbare Technik, um Heizwärme von fossilen Importen auf heimischen Strom umzustellen.

Quellen: KfW Research, Volkswirtschaft kompakt Nr. 251; ZVSHK, Branchenbilanz SHK-Handwerk 2025.

Kapitel 1

Warum überhaupt eine Wärmepumpe?

Drei Fragen stehen hinter fast jeder Entscheidung: laufende Kosten, gesetzlicher Rahmen und Zukunftssicherheit.

Laufende Kosten

Eine Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom im Schnitt 3 bis 5 kWh Wärme. Eine Gas- oder Ölheizung macht aus 1 kWh Brennstoff höchstens etwa 0,9 bis 1 kWh Wärme. Beim heutigen Preisverhältnis von Strom zu Gas liegt die Wärmepumpe damit in den meisten Bestandsgebäuden bei den jährlichen Heizkosten vorn. Der Abstand wächst durch die CO₂-Bepreisung, die fossile Brennstoffe planmäßig verteuert.

Gesetzlicher Rahmen: das Gebäudemodernisierungsgesetz

Seit dem 29. Juli 2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) das bisherige Gebäudeenergiegesetz. Die frühere Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbarer Energie zu betreiben, ist entfallen. Sie dürfen Ihre Heizung wieder frei wählen, und funktionierende alte Heizungen dürfen weiterlaufen.

Für neu eingebaute Gas- und Ölheizungen gelten dafür ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe (die sogenannte Bio-Treppe). Diese Brennstoffe sind absehbar teurer als heutiges Erdgas oder Heizöl. Eine Wärmepumpe ist davon nicht betroffen.

Für Sie bedeutet das

Es gibt keinen gesetzlichen Zwang mehr, auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Die Entscheidung ist eine reine Wirtschaftlichkeits- und Komfortfrage. Wer ohnehin eine Heizung tauschen muss, sollte die Betriebskosten über 20 Jahre vergleichen – inklusive steigender CO₂-Preise und Bio-Anteile bei fossilen Heizungen.

Zukunftssicherheit

Wärmepumpenstrom lässt sich mit eigener Photovoltaik und dynamischen Stromtarifen weiter verbilligen. Bei Gas und Öl gibt es diese Möglichkeit nicht. Zudem kann eine Wärmepumpe bei passender Auslegung im Sommer kühlen – mit zunehmend heißen Sommern ein spürbarer Vorteil.

Kapitel 2

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Das Prinzip steckt in jedem Kühlschrank – nur umgekehrt genutzt. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie ins Haus ab.

So funktioniert eine WärmepumpeDer Kältekreislauf in vier Schritten – das Prinzip steckt auch in jedem KühlschrankUmweltwärmeLuftErdeWasserca. 2–4 kWhKältekreis (geschlossen)Strom 1 kWh1VerdampfenKältemittel nimmt Umweltwärme auf2VerdichtenDruck und Temperatur steigen3Verflüssigengibt Wärme ans Heizwasser ab4EntspannenDruck sinkt, Kältemittel kühlt abHeizungWarmwasserHeizwärme3–5 kWhFaustregel: 1 kWh Strom + 2–4 kWh Umweltwärme = 3–5 kWh Heizwärme. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto mehr.
Der Kältekreislauf: Das Kältemittel nimmt Umweltwärme auf (1), der Verdichter bringt es mit Strom auf Heiztemperatur (2), im Verflüssiger gibt es die Wärme ans Heizwasser ab (3), das Expansionsventil entspannt es wieder (4). Bei Monoblock-Geräten läuft dieser Kreislauf werkseitig geschlossen im Außengerät.

Die wichtigste Kennzahl: COP und SCOP

Der COP beschreibt, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wird – aber nur für einen einzelnen Betriebspunkt, etwa „COP 4,0 bei 7 °C Außentemperatur“. An einem kalten Tag mit −7 °C sinkt er auf vielleicht 2,5 bis 3,0.

Der SCOP (Jahresarbeitszahl) mittelt über alle Außentemperaturen eines ganzen Jahres und ist deshalb die belastbare Vergleichsgröße. Ein SCOP von 5,0 entspricht dem Effizienzlabel A+++.

Rechenbeispiel: Was der SCOP für Ihre Heizkosten bedeutet

Ein Haus mit 15.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr, Wärmepumpe mit SCOP 4,5:
Strombedarf = 15.000 ÷ 4,5 ≈ 3.333 kWh · bei ca. 25 ct/kWh ≈ 833 € im Jahr
Zum Vergleich Gas-Brennwert (Nutzungsgrad ≈ 0,9): 15.000 ÷ 0,9 ≈ 16.667 kWh · bei ca. 10 ct/kWh ≈ 1.667 € im Jahr.
Reines Rechenbeispiel mit angenommenen Durchschnittspreisen. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto höher der erreichbare SCOP.

Wichtig zu wissen

Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, also je besser die Dämmung und je größer die Heizflächen, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Gut sanierte Häuser mit Fußbodenheizung sind ideal.

Auch für den Altbau

Moderne Geräte erreichen je nach Modell Vorlauftemperaturen von 65 bis 75 °C und kommen damit auch mit vielen Bestandsheizkörpern zurecht. Ein kompletter Heizkörpertausch ist oft nicht nötig.

Vom Außengerät bis zum Wasserhahn

Die Wärmepumpe ist nur ein Teil der Heizung. Im Haus verteilt ein Pufferspeicher die Wärme an die Heizkreise, ein Umschaltventil leitet sie bei Bedarf in den Warmwasserspeicher. Heizkörper brauchen meist eine höhere Vorlauftemperatur als die Fußbodenheizung – deshalb senkt ein Mischer sie für den Fußbodenkreis ab.

So funktioniert eine Wärmepumpen-HeizungHeizen, Kühlen und Warmwasser – zentral geregeltAußenInnen2RegelungApp-SteuerungLuft1Wärmepumpeentzieht der Außenluft Wärme3Pufferspeichergleicht Erzeugung und Bedarf aus4Heizkreis 1: Heizkörper und GebläsekonvektorenHeizen und KühlenHeizkörperHeizkörperGebläsekonvektor5Heizkreis 2: FußbodenheizungVorlauftemperatur per Mischer abgesenktMischerUmschaltventilHeizen ↔ WarmwasserE-HeizstabWarmwasserKaltwasser6WarmwasserspeicherVorlauf (warm)Rücklauf (abgekühlt)SteuerleitungUmwälzpumpeKomponente (siehe Nummer)
Vereinfachtes Anlagenschema: Die Wärmepumpe (1) liefert über das Umschaltventil entweder in den Pufferspeicher (3) für die Heizkreise (4, 5) oder in den Warmwasserspeicher (6). Die Regelung (2) steuert alles zentral. Schematische Darstellung, keine Montageplanung.

Kapitel 3

Die Wärmepumpen-Typen im Überblick

Der Unterschied liegt allein in der Wärmequelle – das Grundprinzip bleibt gleich.

TypWärmequelleInvestition inkl. Einbau*EffizienzGenehmigungGeeignet für
Luft-WasserAußenluftca. 20.000–30.000 €gut, wetterabhängigi. d. R. keine, Schallschutz beachtenStandardlösung für Haus und Wohnung
Sole-Wasser (Flächenkollektor)Erdwärme, waagerechtca. 30.000–40.000 €sehr gut, konstantmeldepflichtiggrößere freie Grundstücksfläche
Sole-Wasser (Tiefenbohrung)Erdwärme, senkrechtca. 35.000–50.000 €sehr gut, ganzjährig konstantgenehmigungspflichtig (Wasserrecht)kleine Grundstücke, hoher Wärmebedarf
Wasser-WasserGrundwasserca. 33.000–48.000 €am höchstengenehmigungspflichtig (Wasserrecht)geprüfte Grundwasserverfügbarkeit
Luft-LuftAußenluft, Abgabe als Warmluftdeutlich günstigergut, ohne Wasserkreisi. d. R. keineeinzelne Räume, kein Ersatz für eine Zentralheizung

* Marktübliche Preisspannen 2026, stark objekt- und regionabhängig.

Zwei seltenere Sonderformen

Eisspeicher

Ein unterirdischer Wassertank wird kontrolliert zum Gefrieren gebracht, die frei werdende Kristallisationswärme heizt mit. Vorteil: keine Bohrgenehmigung, im Sommer passive Kühlung. Nachteil: hohe Kosten, aufwendige Einzelplanung, nur mit Flächenheizung sinnvoll.

PVT-Hybrid

Photovoltaik-Thermie-Kollektoren erzeugen Strom und liefern der Wärmepumpe eine wärmere, stabilere Quelle als reine Außenluft. Vorteil: bessere Effizienz, doppelte Dachnutzung. Nachteil: höhere Investition, kleineres Marktangebot.

Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichste Wahl – sie machte 2025 rund 95 % aller verkauften Anlagen aus (Bundesverband Wärmepumpe).

Kapitel 4

Split-Anlage oder Monoblock?

Beide sind Luft-Wasser-Wärmepumpen mit gleichem Prinzip. Der Unterschied: wo der Kältekreis verläuft.

Split-Anlage oder Monoblock?Beide arbeiten nach demselben Prinzip – der Unterschied ist, wo der Kältekreis verläuftMonoblockAußenInnenkompletter KältekreisPuffer-speicherHeizwasserIns Haus führen nur WasserleitungenKein Kälteschein für die Montage nötig!Leitung außen braucht FrostschutzSplit-AnlageAußenInnenKältemittelInnen-gerät!!Kältemittel wird bis ins Haus geführt!Anschluss nur durch zertifizierten Kälte-FachbetriebWasserkreis bleibt frostsicher im HausDer Unterschied: Beim Monoblock bleibt der Kältekreis draußen. Beim Split führt Kältemittel ins Haus.
Monoblock: Der Kältekreis bleibt im Außengerät, ins Haus führt nur die Heizwasserleitung. Split: Die Kältemittelleitung führt bis ins Innengerät – diese Verbindung darf nur ein zertifizierter Kälte-Fachbetrieb herstellen.
KriteriumMonoblockSplit-Anlage
Kältekreiswerkseitig geschlossen im Außengerätverteilt auf Außen- und Innengerät, Leitung vor Ort verlegt
Wer nimmt in Betrieb?Heizungsbauer und Elektriker, kein Kälteschein nötigzusätzlich zwingend ein zertifizierter Kälte-Fachbetrieb
Wanddurchführunggedämmte Heizwasserleitung plus StromkabelKältemittelleitung plus Steuerkabel
FrostschutzLeitung teils im Freien, Frostschutz nötigWasserkreis bleibt innen, kein Frostthema
Platz innennur Pufferspeicher bzw. Hydraulikstationzusätzlich ein Innengerät
Montagekostentendenziell günstigertendenziell höher (zusätzliches Gewerk)
Verbreitung 2026häufigere Bauform bei Neuinstallationenweiterhin verbreitet, etwa bei schwieriger Wanddurchführung

Unsere Einordnung

Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist ein Monoblock die einfachere Lösung, weil ein ganzes Gewerk entfällt. Ein Split-Gerät kann sinnvoll sein, wenn die Leitung zum Haus lang ist oder Frostschutz im Freien vermieden werden soll. Lassen Sie sich beide Varianten anbieten, wenn Ihr Installateur nur eine nennt.

Kapitel 5

Kältemittel im Vergleich

Für Sie als Käufer zählen zwei Eigenschaften: die Klimawirkung bei einer Leckage (GWP) und die Brennbarkeit.

Das GWP (Global Warming Potential) setzt die Klimawirkung ins Verhältnis zu CO₂ (GWP = 1). Ein GWP von 2.000 heißt: 1 kg dieses Kältemittels wirkt bei einer Leckage wie 2.000 kg CO₂.

KältemittelGWP (ca.)SicherheitsklasseEinsatz und Trend
R410A~2.090A1 – nicht brennbarwird durch die EU-F-Gase-Verordnung verdrängt
R32~675A2L – schwer entzündlichaktuell weit verbreitet
R290 (Propan)extrem niedrigA3 – brennbarzunehmend Standard, Mindestabstände verbindlich
R454C~148A2L – schwer entzündlichvereinzelt bei neueren Geräten
CO₂ (R744)1A1 – nicht brennbareher Gewerbe und Warmwasser-Wärmepumpen
  • A1 – nicht brennbar, keine besonderen Brandschutzauflagen.
  • A2L – schwer entzündlich, meist mit Standard-Lüftungsauflagen beherrschbar.
  • A3 – brennbar wie Propan im Gasgrill. Mindestabstände zu Fenstern, Türen, Lichtschächten und Zündquellen sind Aufstellungsvoraussetzung, keine Empfehlung.

Warum trotzdem zunehmend R290?

Die F-Gase-Verordnung verknappt fluorierte Kältemittel Jahr für Jahr. Natürliche Kältemittel wie R290 sind davon nicht betroffen und bleiben langfristig verfügbar – deshalb stellen immer mehr Hersteller um, trotz der Aufstellungsauflagen.

Kapitel 6

Was spricht dafür, was dagegen?

Eine ehrliche Gegenüberstellung.

Spricht dafür

  • Niedrigere laufende Heizkosten in den meisten Bestandsgebäuden
  • Keine Bio-Brennstoffquote wie bei neuen Gas- und Ölheizungen ab 2029
  • Kombinierbar mit PV-Anlage und dynamischem Stromtarif
  • Kann bei passender Auslegung im Sommer kühlen
  • Hohe Förderung möglich (bis zu 80 %)
  • Kein Brennstofflager, keine Anlieferung
  • Kann den Wert der Immobilie steigern

Zu bedenken

  • Höhere Anschaffungskosten als eine neue Gas- oder Ölheizung
  • Wirtschaftlichkeit hängt stark von Sanierungsstand und Vorlauftemperatur ab
  • Außengerät braucht Platz und erzeugt Betriebsgeräusch
  • Heizkosten hängen am Strompreis statt am Gaspreis
  • Unsanierte Altbauten oft weniger attraktiv
  • Förderantrag muss vor Vertragsunterschrift gestellt werden

Kapitel 7

Was kostet eine Wärmepumpe wirklich?

Ein Installateur-Angebot besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Kostenblöcken – auf der Rechnung selten sauber getrennt.

1 · Warenanteil

Wärmepumpe, Hydraulikstation, Regelung, Pufferspeicher und Kleinteile. Dieser Anteil ist am Markt gut vergleichbar.

2 · Installationsleistung

Arbeitszeit, Anfahrt, Elektro, Fundament, Inbetriebnahme, Netzanmeldung und Gewährleistung auf die Montage. Regional und je Betrieb unterschiedlich.

Marktübliche Aufteilung

Der Installationsanteil an der Gesamtrechnung liegt meist bei 20 bis 35 %, bei umfangreichen Zusatzarbeiten (Elektrik, Fundament, Heizkörpertausch) bei 35 bis 50 %. Die reine Lohnzeit macht davon oft nur 10 bis 20 % aus.

Preisentwicklung

Nach den Preisspitzen 2022/23 haben sich die Preise stabilisiert und liegen 2026 rund 10 bis 15 % unter dem damaligen Höchststand, aber weiterhin über dem Niveau von 2020. Ein weiterer starker Preisverfall ist derzeit nicht erkennbar.

Werkzeuge auf switch2eco.de

Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Kapitel 8

China oder Europa – was ist besser?

Der Fertigungsort allein sagt wenig über die Qualität. Entscheidend ist, wer nach dem Kauf für Sie verantwortlich ist – und ab 2027 auch, was die Förderung sagt.

Ein großer Teil der weltweiten Wärmepumpen-Produktion – auch für bekannte europäische Marken – findet in China statt. Was sich zwischen Angeboten tatsächlich unterscheidet:

Direktimport ohne EU-PartnerKauf über Anbieter mit EU-Verantwortung
CE-Konformitätoft unklar, wer die Dokumentation verantwortetAnbieter trägt die Herstellerverantwortung für den EU-Markt
Garantie und GewährleistungAnsprechpartner im Ausland, Rechtsweg unklardeutscher bzw. europäischer Vertragspartner, deutsches Kaufrecht
Ersatzteile und Servicelange Lieferzeiten, oft kein lokales NetzErsatzteil- und Servicelogistik vor Ort organisiert
Zoll und Steuernkönnen nachträglich anfallenim Kaufpreis enthalten
Dokumentationoft nicht auf Deutsch oder unvollständigdeutschsprachig inkl. Sicherheitsvorgaben (z. B. R290-Abstände)

Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung

Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.

Worauf Sie achten sollten

Fragen Sie bei jedem Gerät: Wer ist mein Vertragspartner? Wo bekomme ich Ersatzteile? Gibt es eine deutschsprachige Anleitung mit Aufstellungsvorgaben? Und: Wo wird das Gerät gefertigt? Herstellerangaben zu Werksgröße oder Prüflaboren sind ein Anhaltspunkt, aber kein unabhängiger Qualitätsnachweis.

Kapitel 9

Welche Leistungsklasse passt zu mir?

Die passende Größe hängt im Kern von drei Faktoren ab: Wohnfläche, Sanierungsstand und Gebäudetyp.

  • Wohnfläche – mehr Fläche heißt mehr Wärmebedarf, aber nicht proportional.
  • Sanierungsstand – der wichtigste Hebel: Ein unsanierter Altbau kann bei gleicher Fläche den zwei- bis dreifachen Bedarf eines Effizienzhauses haben.
  • Gebäudetyp – freistehendes Haus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder Wohnung verlieren unterschiedlich viel Wärme über die Außenwände.

Faustwerte für das Erstgespräch

Sanierungsstandbis 100 m²100–140 m²140–180 m²180–220 m²über 220 m²
Neubau / KfW-Effizienzhaus6 kW6 kW9 kW9 kW13 kW
Sanierter Altbau6 kW9 kW13 kW16 kWEinzelfall
Teilsaniert9 kW13 kW13 kW16 kWEinzelfall
Unsaniert13 kW16 kW16 kWEinzelfallEinzelfall

Einfamilienhaus freistehend. Doppelhaushälfte und Reihenhaus liegen je nach Zahl gemeinsamer Wände etwa 15–35 % niedriger.

Sanierungsstandbis 50 m²50–80 m²80–110 m²über 110 m²
Neubau6 kW*6 kW*6 kW9 kW
Saniertes MFH6 kW*6 kW9 kW13 kW
Teilsaniertes MFH6 kW9 kW9 kW13 kW
Unsaniertes MFH9 kW9 kW13 kW16 kW

Eigentumswohnung, Ersatz einer Gas-Etagenheizung (meist Heizung plus Warmwasser). * 6 kW ist hier oft schon überdimensioniert – der Modulationsbereich des Geräts entscheidet.

Warum eine Faustformel nicht reicht

Eine zu kleine Wärmepumpe schafft an kalten Tagen die Zieltemperatur nicht. Eine zu große schaltet ständig ein und aus („Takten“), was Verschleiß und Stromverbrauch erhöht. Verbindlich ist nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch Ihren Installateur oder Energieberater.

Mehr dazu: der 10-Schritte-Plan

Wie Sie Heizlast, Heizkörperprüfung und hydraulischen Abgleich vor dem ersten Angebot aufsetzen, zeigt unser Planungs-Ratgeber „Wärmepumpe: Erst rechnen, dann kaufen“ – kostenlos auf switch2eco.de, auch als PDF.

Kapitel 10

Handwerker-Angebote richtig vergleichen

Zwei Angebote mit demselben Endpreis können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  • Ist das Angebot nach Positionen aufgeschlüsselt? Wärmepumpe, Zubehör, Elektro, Fundament und Arbeitszeit sollten einzeln ausgewiesen sein, nicht nur als Pauschalsumme.
  • Ist die Leistungsklasse durch eine Heizlastberechnung begründet? Ein seriöses Angebot verweist auf eine Berechnung nach DIN EN 12831.
  • Sind die Fördervoraussetzungen berücksichtigt? Erfüllt das Gerät die technischen Mindestanforderungen der KfW? Wird die Fachunternehmererklärung angeboten? Ab 2027: Ist die Herkunft des Geräts angegeben?
  • Ist die Netzanmeldung inklusive? Anmeldung beim Netzbetreiber und Steuerbarkeit nach §14a EnWG gehören zu jeder fachgerechten Inbetriebnahme.
  • Wie hoch ist der Installationsanteil? Vergleichen Sie mit der Marktbandbreite aus Kapitel 7. Ein höherer Anteil ist nicht automatisch unfair – Anfahrt, Material und Gewährleistung sind legitime Kosten.

Werkzeuge auf switch2eco.de

Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Kapitel 11

Warum empfiehlt mein Installateur ein bestimmtes Gerät?

Ein ehrlicher Blick auf die Anreize im Handwerk – und was Sie sachlich damit anfangen können.

Die meisten SHK- und Elektrobetriebe beziehen ihre Wärmepumpen seit Jahren von ein oder zwei festen Großhändlern. Dafür bekommen sie Rabattstufen, Schulungen und einfache Reklamationswege. Das ist normales, legitimes Geschäft.

Die Folge: Empfohlen wird meist das Gerät, das der Betrieb am besten kennt, an dem er verdient und bei dem er die wenigsten Sonderfälle erwartet. Das ist keine böse Absicht – aber nicht zwangsläufig das beste Gerät für Sie. Ein eigener Vergleich lohnt sich deshalb immer.

Wenn Sie das Gerät selbst beschaffen möchten

Einwand vor OrtSachliche Einordnung
„Ich verbaue nur Geräte, die ich selbst beziehe.“Die Beistellung von Material ist im Werkvertragsrecht grundsätzlich zulässig – der Betrieb schuldet die Montage, nicht den Warenbezug. Ob er Beistellung akzeptiert, ist aber seine freie Entscheidung.
„Bei fremder Ware übernehme ich keine Gewährleistung.“Für seine Montage haftet der Installateur unabhängig von der Bezugsquelle. Für Produktmängel haftet der Verkäufer bzw. Hersteller.
„Das Gerät kenne ich nicht.“Ein berechtigter Punkt: Inbetriebnahme, Ersatzteile und Service müssen geklärt sein. Zeigen Sie technische Daten und Dokumentation vorab.

Die ehrliche Kehrseite der Beistellung

Bei beigestelltem Gerät haben Sie im Schadensfall zwei Ansprechpartner statt einem – Streit darüber, ob ein Montage- oder ein Gerätefehler vorliegt, ist dann Ihr Problem. Viele Betriebe kalkulieren die Montage höher, wenn sie nicht am Gerät verdienen. Rechnen Sie deshalb Gerät plus separate Montage gegen ein Komplettangebot.

Praktischer Rat: Sprechen Sie das Thema früh und offen an. Fragen Sie, ob der Betrieb ein beigestelltes Gerät montiert, und lassen Sie sich die Montage aufgeschlüsselt anbieten. Lehnt er ab, ist das sein gutes Recht – dann bleibt ein anderer Fachbetrieb.

Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Unsicherheit helfen Verbraucherzentrale oder Fachanwalt.

Kapitel 12

Förderung: Wie viel, wie lange, wie beantragen?

Die zentrale Förderung ist die BEG EM, ausgezahlt von der KfW als Zuschuss 458 – kein Kredit.

BausteinHöheVoraussetzung
Grundförderung30 %alle förderfähigen Wärmepumpen im Bestand – für Selbstnutzer, Vermieter und WEG
Klimageschwindigkeits­bonus16 % (seit 21.07.2026); sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab 01.08.2028nur Selbstnutzer; Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung
Einkommensbonus40 % / 30 % / 10 %nur Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €, bei mind. einem minderjährigen Kind 10.000 € höhere Grenze
Förderdeckelmax. 70 %, bei Einkommen bis 30.000 € max. 80 %Boni werden addiert, aber am Deckel gekappt
Förderfähige Höchstkosten28.000 € (1. Wohneinheit)bei 80 % max. 22.400 € Zuschuss; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 €
Ersatz von Fernwärmekeine FörderungAusstieg aus einer bestehenden Fernwärmeversorgung ist laut Förderbedingungen ausgeschlossen – vor Planung prüfen

Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Fördersätze ändern sich regelmäßig – vor Antragstellung den aktuellen Stand bei der KfW prüfen.

Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung

Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.

Der Fehler, der die Förderung komplett kostet

Der KfW-Antrag muss vor der Vertragsunterschrift gestellt werden. Der Vertrag mit dem Fachbetrieb wird nur mit aufschiebender Bedingung („wirksam vorbehaltlich Förderzusage“) geschlossen. Wer zuerst unterschreibt, verliert die Förderung vollständig. Und: Geht die alte Heizung vor dem Antrag kaputt, entfällt der Klimageschwindigkeitsbonus.

Kapitel 13

Brauche ich einen Energieberater?

Für den Einbau einer Wärmepumpe ist keine Energieberatung vorgeschrieben.

Die Fachunternehmererklärung Ihres Installateurs reicht für den Förderantrag. Ein Energieberater ist trotzdem in drei Fällen sinnvoll:

  • Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, wenn der Installateur sie nicht selbst erbringt.
  • Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) – freiwillig und gefördert, zeigt den Weg für das ganze Gebäude und kann bei anderen Sanierungsmaßnahmen Zusatzförderung auslösen.
  • Neutrale Zweitmeinung zu einem Angebot, vor allem bei größeren Vorhaben.

Kapitel 14

Kann ich die Wärmepumpe selbst einbauen?

Den Kauf ja, den Einbau in den entscheidenden Teilen nein.

  • Elektroanschluss – darf nur eine eingetragene Elektrofachkraft herstellen. Das ist zwingendes Recht.
  • Kältemittelarbeiten – bei Monoblock entfällt das weitgehend; bei Split ist ein zertifizierter Kälte-Fachbetrieb Pflicht.
  • Brennbares Kältemittel R290 – Herstellervorgaben zu Mindestabständen sind bei der Aufstellung bindend.
  • Förderung und Garantie – die KfW verlangt eine Fachunternehmererklärung, viele Herstellergarantien erlöschen bei Eigenmontage.

Kapitel 15

Muss ich die Wärmepumpe anmelden?

Ja – das ist aber meist Aufgabe Ihres Installateurs oder Elektrikers.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Jede neue Wärmepumpe über 4,2 kW muss vor der Installation beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden – kostenlos und meist digital. Die Bearbeitung dauert je nach Netzgebiet einige Wochen bis zwei Monate.

Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG

Der Netzbetreiber darf Ihre Wärmepumpe bei drohender Netzüberlastung drosseln, aber nie ganz abschalten: 4,2 kW bleiben immer garantiert. Im Gegenzug zahlen Sie ein reduziertes Netzentgelt.

Häufiger Irrtum: Marktstammdatenregister

Das Register erfasst vor allem Stromerzeuger wie PV-Anlagen. Eine reine Wärmepumpe im Wohnhaus muss dort nicht eingetragen werden.

Ohne Anmeldung drohen Bußgelder, der Verlust der Förderung und kein reduziertes Netzentgelt. Lassen Sie sich die Anmeldung im Angebot ausdrücklich bestätigen.

Kapitel 16

Garantie und Gewährleistung

Zwei Begriffe, die oft verwechselt werden – rechtlich aber verschieden sind. Beide können gleichzeitig gelten.

Gewährleistung – gesetzlich

Gegen Verkäufer bzw. Installateur. Zwei Jahre ab Abnahme, bei Einstufung als Bauwerk bis zu fünf Jahre. Deckt Installationsmängel wie falsche Elektrik, fehlenden hydraulischen Abgleich oder Fehldimensionierung.

Garantie – freiwillig

Gegen den Hersteller. Meist zwei Jahre, durch Registrierung oft auf fünf bis zehn Jahre verlängerbar. Deckt Fertigungs-, Kompressor- und Elektronikdefekte.

Die Garantie hängt oft an der Wartung

Viele Hersteller knüpfen die verlängerte Garantie an eine jährliche, dokumentierte Fachwartung. Fehlt der Nachweis, kann die Garantie im Schadensfall verfallen.

Vollwartungsverträge, die auch nach Garantieende Reparaturen abdecken, kosten etwa 300 bis 600 € pro Jahr.

Kapitel 17

Wartung und Serviceheft

Eine allgemeine Wartungspflicht gibt es nicht – gute Gründe für regelmäßige Wartung schon.

FrageAntwort
Wie oft?Einmal jährlich empfohlen. Gesetzliche Dichtheitsprüfung erst ab 5 t CO₂-Äquivalent Kältemittel – bei R290-Geräten im Haushalt meist nicht relevant.
Was kostet es?Einzeltermin ca. 150–350 € (Luft-Wasser) bzw. 200–400 € (Sole/Wasser); Wartungsvertrag oft ca. 120–250 € pro Jahr.
Ist es Pflicht?Meist nicht gesetzlich, aber oft Voraussetzung für den Garantieerhalt.
Wer darf es machen?Filter reinigen und Sichtkontrolle selbst; Arbeiten am Kältekreis nur ein zertifizierter Fachbetrieb.
Was wird geprüft?Verdampfer, Kältemitteldruck, Elektrik, Heizwasserdruck, Regelung, Kondensatablauf – ca. 60–90 Minuten.

Serviceheft führen

Dokumentieren Sie jede Wartung und Reparatur lückenlos. Das Anlagenbuch ist im Garantiefall der entscheidende Nachweis und hilft beim späteren Hausverkauf.

Kapitel 18

Neubau oder Umstieg: Was wird ersetzt?

Allgemeine Orientierung nach Erfahrungswerten – die tatsächliche Aufstellung plant Ihr Installateur vor Ort.

Im Neubau reservieren Sie die Aufstellfläche fürs Außengerät schon in der Bauplanung, inklusive Abständen zu Fenstern, Türen und Grundstücksgrenze. Mit Fußbodenheizung reicht oft eine kleinere Leistungsklasse.

BisherWas entfälltWas frei wirdWas neu dazukommtBesonderheit
GasTherme, Abgasrohr, GasanschlussKesselstandort, meist ca. 1 m²Pufferspeicher (ca. 0,3–0,5 m²) plus AußenaufstellflächeSchornstein-Stilllegung melden, Gasanschluss kündigen (Kappung kostenpflichtig)
Ölzusätzlich der ÖltankTankraum, oft mehrere m²wie bei GasTankentsorgung durch Fachbetrieb, grob 300–800 €
FernwärmeÜbergabestation (klein)praktisch kein PlatzgewinnPufferspeicher plus komplett neue AußenflächeVertragslaufzeiten prüfen; keine KfW-Förderung beim Ausstieg

Alle Platzangaben sind Orientierungswerte, keine verbindliche Montageplanung.

Nicht allein entscheiden

Schornstein-Stilllegung, Gaskündigung und Tankentsorgung haben eigene Fristen und Ansprechpartner. Sprechen Sie sie früh mit Ihrem Installateur ab, damit der Umstiegstermin nicht daran hängen bleibt.

Kapitel 19

Voraussetzungen und Platzbedarf

Ein kurzer Check vor der Bestellung spart später Ärger.

Voraussetzungen und Platzbedarf für den EinbauSchematische Darstellung – keine MaßangabenNachbarGrundstücksgrenze5Schallschutz undGrenzabstandnach TA LärmPufferZähler/FIRegelung4Wasser- undStromanschlussR290-SchutzbereichFreiraum für denLuftstrom nachHerstellervorgabe12Tragfähiger, ebener UntergrundFundament, schwingungsentkoppelt3Kondensat frostfrei ableitenz. B. Kiesbett oder LeitungMindestabstände werden vor Ort geprüft.Sie ergeben sich aus Herstellervorgaben (R290-Sicherheit), örtlichem Baurecht und der konkreten Einbausituation.Ihr Installateurprüft den Aufstellort
Schematische Darstellung, keine Maßangaben: Freiraum für den Luftstrom (1), tragfähiges Fundament (2), Kondensatableitung (3), Wasser- und Stromanschluss (4), Schallschutz und Grenzabstand (5). Die Mindestabstände prüft Ihr Installateur vor Ort.
  • Aufstellfläche außen – schwingungsentkoppeltes Fundament, Abstand zum Nachbarn (Schall) und zu Fenstern, Türen und Lichtschächten (R290).
  • Elektroanschluss – passender Leitungsquerschnitt, geeigneter FI-Schutzschalter (bei Invertergeräten oft Typ B), Trennschalter am Außengerät.
  • Pufferspeicher – entkoppelt Heizkreis und Wärmepumpe, Größe abhängig von der Leistungsklasse.
  • Heizflächen – Fußbodenheizung ideal, Bestandsheizkörper oft weiter nutzbar.
  • Schallschutz – Grenzwerte nach TA Lärm, besonders in dichter Bebauung.
  • Eigentumswohnung – Beschluss der Eigentümergemeinschaft nötig, eine einfache Mehrheit reicht.

Kapitel 20

Ihr Fahrplan in 7 Schritten

Die Reihenfolge ist entscheidend – nicht die genaue Dauer.

  1. SieAusgangslage klären
    Wohnfläche, Sanierungsstand, Gebäudetyp – mit dem Eignungs-Check eine erste Leistungsklasse eingrenzen.
  2. InstallateurHeizlastberechnung und Angebot
    Verbindliche Auslegung nach DIN EN 12831, aufgeschlüsseltes Angebot einholen, mehrere Angebote vergleichen.
  3. SieKfW-Antrag vor Vertragsunterschrift
    Kein unterschriebener Vertrag ohne aufschiebende Bedingung, bevor der Antrag gestellt ist.
  4. SieAuftrag erteilen
    Vertrag mit dem Fachbetrieb schließen, Gerät und Zubehör bestellen lassen bzw. bestellen.
  5. Installateur / ElektrikerEinbau und Inbetriebnahme
    Inklusive Netzanmeldung und Steuerbarkeit nach §14a EnWG.
  6. InstallateurFachunternehmererklärung
    Bestätigt der KfW die technische Umsetzung.
  7. KfWAuszahlung
    Der Zuschuss fließt direkt an Sie.

Kapitel 21

Häufig gestellte Fragen

Muss ich eine Wärmepumpe einbauen?

Nein. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (29.07.2026) gibt es keine 65-%-Pflicht mehr. Neue Gas- und Ölheizungen müssen aber ab 2029 steigende Bio-Anteile nutzen.

Wie hoch ist die Förderung?

30 % Grundförderung, für Selbstnutzer plus Boni bis insgesamt 70 %, bei geringem Einkommen bis 80 % (Kapitel 12).

Wie lange gibt es die Förderung in dieser Höhe?

Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich und entfällt im August 2028. Ab dem ersten Quartal 2027 hängt die Grundförderung zudem von der Herkunft des Geräts ab.

Split oder Monoblock?

Für die meisten Häuser ist Monoblock einfacher, weil kein Kälte-Fachbetrieb nötig ist (Kapitel 4).

Welches Kältemittel ist am klimafreundlichsten?

R290 und CO₂. R290 ist brennbar und verlangt Mindestabstände (Kapitel 5).

Wie oft muss gewartet werden?

Empfohlen einmal jährlich, oft Bedingung für die Garantie (Kapitel 17).

Wie viel Platz wird beim Umstieg von Öl frei?

Meist der komplette Tankraum, oft mehrere Quadratmeter (Kapitel 18).

Muss ich die Wärmepumpe anmelden?

Ja, beim Netzbetreiber ab 4,2 kW – meist erledigt das Ihr Installateur (Kapitel 15).

Kann ich selbst einbauen?

Kauf ja, Einbau nein – Elektroanschluss und Kältemittelarbeiten sind Fachbetrieben vorbehalten (Kapitel 14).

Kapitel 22

Über diesen Ratgeber

Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal für Energiesparlösungen im Eigenheim. Wir verkaufen keine Geräte. Wir finanzieren uns über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und die Vermittlung von Vergleichsangeboten an Fachbetriebe – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.

Alle Angaben, insbesondere zu Förderung, Fristen, Preisen und Rechtslage, sind sorgfältig recherchiert, aber unverbindlich und ohne Gewähr (Stand Oktober 2026). Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung, keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und keine Montageplanung durch einen Fachbetrieb.

Abbildungen KI-generiert. © switch2eco – Weitergabe zur privaten Information ausdrücklich erlaubt.

Zum Mitnehmen

Den kompletten Ratgeber gibt es kostenlos als PDF.

Zum Download

Wärmepumpen-Ratgeber Kompakt

Alle Entscheidungsfragen auf den Punkt gebracht – für Leser mit Vorwissen. Unabhängig, herstellerneutral und auf dem Rechtsstand Oktober 2026 – inklusive Gebäudemodernisierungsgesetz und neuer KfW-Förderung.

Ratgeber kostenlos als PDF

Kompakt-Ausgabe · 12 Kapitel · Stand Oktober 2026. Ohne Anmeldung, zum Ausdrucken und Weitergeben.

PDF herunterladen

Der Download funktioniert auch ohne E-Mail-Adresse. Für den Newsletter gilt Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Lieber die Einsteiger-Ausgabe mit ausführlichen Erklärungen?

Vorwort

Warum die Elektrifizierung der Wärme jetzt zählt

Rund 80 Mrd. € pro Jahr für fossile Energieimporte (Öl 98 %, Gas 95 %, Kohle 100 % Importquote; rund zwei Drittel des Energiebedarfs importiert, KfW Research 2024). Jede Kilowattstunde Wärme aus heimischem Strom senkt diese Abhängigkeit – Wertschöpfung und Handwerksleistung bleiben im Inland.

SHK-Handwerk: rund 390.000 Beschäftigte, 48.000 Betriebe, 59 Mrd. € Umsatz (ZVSHK 2025). Reale Hürden: Fachkräftemangel, Netzausbau (§14a EnWG), Erstinvestition, Sanierungstempo. Die Wärmepumpe ist nicht die einzige Antwort, aber die im Bestand am breitesten einsetzbare.

Kapitel 1

Kurzcheck: Für, gegen, Rechtsrahmen

So funktioniert eine WärmepumpeDer Kältekreislauf in vier Schritten – das Prinzip steckt auch in jedem KühlschrankUmweltwärmeLuftErdeWasserca. 2–4 kWhKältekreis (geschlossen)Strom 1 kWh1VerdampfenKältemittel nimmt Umweltwärme auf2VerdichtenDruck und Temperatur steigen3Verflüssigengibt Wärme ans Heizwasser ab4EntspannenDruck sinkt, Kältemittel kühlt abHeizungWarmwasserHeizwärme3–5 kWhFaustregel: 1 kWh Strom + 2–4 kWh Umweltwärme = 3–5 kWh Heizwärme. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto mehr.
Kältekreislauf: Verdampfen (1), Verdichten (2), Verflüssigen (3), Entspannen (4). Faustregel: 1 kWh Strom plus 2–4 kWh Umweltwärme ergeben 3–5 kWh Heizwärme.

Spricht dafür

  • Niedrigere Heizkosten in den meisten Bestandsgebäuden (SCOP 3–5 vs. Brennwert ~0,9–1,0)
  • Keine Bio-Treppe wie bei neuen fossilen Heizungen ab 2029
  • Bis zu 80 % Förderung, PV- und Dynamiktarif-kombinierbar
  • Kühlfunktion möglich, kein Brennstofflager

Zu bedenken

  • Höhere Anschaffungskosten, Wirtschaftlichkeit sanierungsabhängig
  • Außenfläche plus Schallschutzabstand nötig
  • Strom- statt Gaspreisabhängigkeit
  • Förderantrag zwingend vor Vertragsunterschrift

Rechtsrahmen GModG

Seit 29.07.2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz das GEG. Die 65-%-EE-Pflicht ist entfallen, Heizungswahl wieder frei. Neue Gas-/Ölheizungen: ab 2029 steigende Bio-Anteile.

SCOP statt COP

COP gilt für einen Betriebspunkt (z. B. 4,0 bei 7 °C, 2,5–3,0 bei −7 °C). SCOP mittelt übers Jahr. Beispiel: SCOP 4,5 bei 15.000 kWh → ca. 3.333 kWh Strom ≈ 833 €/Jahr vs. ca. 1.667 €/Jahr Gas-Brennwert. SCOP 5,0 = A+++.

Kapitel 2

Typen im Vergleich

TypQuelleInvestition*EffizienzGenehmigung
Luft-WasserAußenluft20–30 T€gut, wetterabhängigi. d. R. keine
Sole (Flächenkollektor)Erdwärme horizontal30–40 T€sehr gutmeldepflichtig
Sole (Tiefenbohrung)Erdwärme vertikal35–50 T€sehr gut, konstantWasserrecht
Wasser-WasserGrundwasser33–48 T€am höchstenWasserrecht
Luft-LuftAußenluft (Warmluft)deutlich günstigergut, ohne Wasserkreisi. d. R. keine
EisspeicherKristallisationswärmehoch, Einzelplanungsehr gut mit Flächenheizungkeine Bohrgenehmigung
PVT-HybridPV-Thermie-Kollektorenüber Standard-Luftbesser als reine Luft-WPi. d. R. keine

* Marktübliche Spannen 2026 inkl. Einbau. Luft-Wasser: 95 % aller 2025 verkauften Anlagen (BWP).

Kapitel 3

Split vs. Monoblock, Kältemittel

Split-Anlage oder Monoblock?Beide arbeiten nach demselben Prinzip – der Unterschied ist, wo der Kältekreis verläuftMonoblockAußenInnenkompletter KältekreisPuffer-speicherHeizwasserIns Haus führen nur WasserleitungenKein Kälteschein für die Montage nötig!Leitung außen braucht FrostschutzSplit-AnlageAußenInnenKältemittelInnen-gerät!!Kältemittel wird bis ins Haus geführt!Anschluss nur durch zertifizierten Kälte-FachbetriebWasserkreis bleibt frostsicher im HausDer Unterschied: Beim Monoblock bleibt der Kältekreis draußen. Beim Split führt Kältemittel ins Haus.
Monoblock: Kältekreis komplett im Außengerät, nur Wasserleitungen ins Haus. Split: Kältemittelleitung bis zum Innengerät, Anschluss nur durch Kälte-Fachbetrieb.
KriteriumMonoblockSplit
Kältekreiskomplett im Außengerätverteilt Außen/Innen
GewerkeHeizungsbauer und Elektrikerzusätzlich Kälte-Fachbetrieb
Frostschutznötig (Leitung teils außen)entfällt
Platz innenPuffer bzw. Hydraulikstationzusätzlich Innengerät
KältemittelGWPKlasseTrend
R410A~2.090A1wird verdrängt (F-Gase-VO)
R32~675A2Lweit verbreitet
R290extrem niedrigA3 brennbarzunehmend Standard, Mindestabstände bindend
R454C~148A2Lvereinzelt
CO₂ / R7441A1, hoher Druckeher Gewerbe und Boiler

Kapitel 4

Kosten, Marktpreise, Herkunft

Warenanteil

Gerät, Hydraulik, Kleinteile – marktvergleichbar.

Installationsleistung

Üblich 20–35 %, mit Zusatzarbeiten 35–50 % der Rechnung; reine Lohnzeit oft nur 10–20 %.

Preistrend 2026: ca. 10–15 % unter dem Höchststand 2022/23, weiter über Vorkrisenniveau, Markt stabil.

Direktimport ohne EU-PartnerAnbieter mit EU-Verantwortung
CE und DokuVerantwortung oft unklarAnbieter trägt Herstellerverantwortung
Garantie und ServiceAusland, Rechtsweg unklardt. Vertragspartner, dt. Kaufrecht
Ersatzteilelange Lieferzeitlokal organisiert
Zoll und Steuerkann nachträglich anfallenim Preis enthalten

Ab 2027 zählt die Herkunft auch für die Förderung

Für das erste Quartal 2027 ist angekündigt: Die Grundförderung für Wärmepumpen sinkt auf 15 %. Geräte, die in der EU gefertigt werden, erhalten zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % und bleiben damit rechnerisch bei 30 %. Für Geräte aus Nicht-EU-Fertigung bleibt es bei 15 %. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten macht das bis zu 4.200 € Unterschied. Termin und Nachweiskriterien sind noch nicht final veröffentlicht. Wer 2027 beantragt, sollte sich die Herkunft des Geräts schriftlich bestätigen lassen.

Kapitel 5

Auslegung und Angebotsvergleich

Faustwert aus Wohnfläche × Sanierungsstand × Gebäudetyp – verbindlich nur per Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Sanierungsstandbis 100 m²100–140 m²140–180 m²180–220 m²über 220 m²
Neubau / KfW-Effizienzhaus6 kW6 kW9 kW9 kW13 kW
Sanierter Altbau6 kW9 kW13 kW16 kWEinzelfall
Teilsaniert9 kW13 kW13 kW16 kWEinzelfall
Unsaniert13 kW16 kW16 kWEinzelfallEinzelfall

Einfamilienhaus freistehend. Doppelhaushälfte und Reihenhaus liegen je nach Zahl gemeinsamer Wände etwa 15–35 % niedriger.

Sanierungsstandbis 50 m²50–80 m²80–110 m²über 110 m²
Neubau6 kW*6 kW*6 kW9 kW
Saniertes MFH6 kW*6 kW9 kW13 kW
Teilsaniertes MFH6 kW9 kW9 kW13 kW
Unsaniertes MFH9 kW9 kW13 kW16 kW

Eigentumswohnung, Ersatz einer Gas-Etagenheizung (meist Heizung plus Warmwasser). * 6 kW ist hier oft schon überdimensioniert – der Modulationsbereich des Geräts entscheidet.

Ausführlich zur Auslegung: Planungs-Ratgeber „Wärmepumpe: Erst rechnen, dann kaufen“ (10-Schritte-Plan) auf switch2eco.de.

  • Positionen einzeln aufgeschlüsselt?
  • Leistungsklasse per Heizlastberechnung begründet?
  • Fördervoraussetzungen erfüllt, Fachunternehmererklärung, Gerätherkunft angegeben?
  • Netzanmeldung und §14a-Steuerbarkeit inklusive?
  • Installationsanteil im Marktrahmen?

Werkzeuge auf switch2eco.de

Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Kapitel 6

Warum der Installateur ein bestimmtes Gerät empfiehlt

Feste Großhändlerbeziehungen (Rabatte, Schulung, Support) sind legitim – die Folge ist aber: Empfohlen wird meist das bekannteste, margenstärkste Gerät, nicht zwingend das beste für Sie.

EinwandEinordnung
„Nur eigene Ware.“Beistellung ist werkvertraglich zulässig, die Annahme aber freie Entscheidung des Betriebs.
„Keine Gewährleistung bei Fremdware.“Haftung für Montage bleibt beim Installateur, für Produktmängel beim Verkäufer/Hersteller.
„Kenne ich nicht.“Berechtigt – Inbetriebnahme, Ersatzteile und Service vorab klären.

Kehrseite der Beistellung

Zwei Ansprechpartner im Schadensfall, Abgrenzungsstreit Montage vs. Gerät, oft höher kalkulierte Montage. Gerät plus Montage immer gegen ein Komplettangebot rechnen.

Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Kapitel 7

Förderung (BEG EM / KfW 458)

BausteinHöheVoraussetzung
Grundförderung30 %alle förderfähigen Wärmepumpen im Bestand – für Selbstnutzer, Vermieter und WEG
Klimageschwindigkeits­bonus16 % (seit 21.07.2026); sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab 01.08.2028nur Selbstnutzer; Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung
Einkommensbonus40 % / 30 % / 10 %nur Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €, bei mind. einem minderjährigen Kind 10.000 € höhere Grenze
Förderdeckelmax. 70 %, bei Einkommen bis 30.000 € max. 80 %Boni werden addiert, aber am Deckel gekappt
Förderfähige Höchstkosten28.000 € (1. Wohneinheit)bei 80 % max. 22.400 € Zuschuss; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 €
Ersatz von Fernwärmekeine FörderungAusstieg aus einer bestehenden Fernwärmeversorgung ist laut Förderbedingungen ausgeschlossen – vor Planung prüfen

Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Fördersätze ändern sich regelmäßig – vor Antragstellung den aktuellen Stand bei der KfW prüfen.

Kritischer Punkt

Antrag vor Vertragsunterschrift (aufschiebende Bedingung) – sonst Förderung vollständig verloren. Defekt der Altheizung vor Antrag: Klimageschwindigkeitsbonus entfällt.

Kapitel 8

Energieberater, Eigenleistung, Anmeldung

  • Energieberater: für die Wärmepumpe nicht vorgeschrieben; Fachunternehmererklärung reicht für den Antrag. iSFP freiwillig.
  • Selbst einbauen: Kauf ja, Einbau nein – Elektroanschluss nur durch Elektrofachkraft, Kältekreis bei Split nur zertifizierter Betrieb.
  • Netzanmeldung: Pflicht ab 4,2 kW, kostenlos, vor Installation, Bearbeitung Wochen bis 2 Monate – Aufgabe des Installateurs.
  • §14a EnWG: Drosselung bei Netzengpass möglich, 4,2 kW garantiert, dafür reduziertes Netzentgelt.
  • MaStR: für reine Wärmepumpe nicht erforderlich.
  • Ohne Anmeldung: Bußgeld, Förderverlust, kein reduziertes Netzentgelt.

Kapitel 9

Garantie, Gewährleistung, Wartung

GewährleistungGarantie
Rechtsnaturgesetzlich, gegen Verkäufer/Installateurfreiwillig, gegen Hersteller
Dauer2 J., bei Bauwerk bis 5 J.meist 2 J., mit Registrierung 5–10 J.
Deckt abInstallationsmängelFertigungs-, Kompressor-, Elektronikdefekte
WartungWert
Intervall1×/Jahr empfohlen; Dichtheitsprüfung erst ab 5 t CO₂e (bei R290 meist irrelevant)
Kosten150–350 € (Luft-Wasser), 200–400 € (Sole/Wasser); Vertrag 120–250 €/Jahr
Pflicht?gesetzlich meist nein, oft Garantie-Voraussetzung
Vollwartung nach Garantieca. 300–600 €/Jahr

Kapitel 10

Umstieg Gas, Öl, Fernwärme und Platzbedarf

So funktioniert eine Wärmepumpen-HeizungHeizen, Kühlen und Warmwasser – zentral geregeltAußenInnen2RegelungApp-SteuerungLuft1Wärmepumpeentzieht der Außenluft Wärme3Pufferspeichergleicht Erzeugung und Bedarf aus4Heizkreis 1: Heizkörper und GebläsekonvektorenHeizen und KühlenHeizkörperHeizkörperGebläsekonvektor5Heizkreis 2: FußbodenheizungVorlauftemperatur per Mischer abgesenktMischerUmschaltventilHeizen ↔ WarmwasserE-HeizstabWarmwasserKaltwasser6WarmwasserspeicherVorlauf (warm)Rücklauf (abgekühlt)SteuerleitungUmwälzpumpeKomponente (siehe Nummer)
Vereinfachtes Anlagenschema: Die Wärmepumpe (1) liefert über das Umschaltventil entweder in den Pufferspeicher (3) für die Heizkreise (4, 5) oder in den Warmwasserspeicher (6). Die Regelung (2) steuert alles zentral. Schematische Darstellung, keine Montageplanung.
BisherWird freiZusätzlich nötigBesonderheit
Gas~1 m² KesselstandortPuffer (0,3–0,5 m²) plus AußenflächeSchornstein und Gasanschluss abmelden
ÖlTankraum, oft mehrere m²wie GasTankentsorgung ca. 300–800 €
Fernwärmekaum PlatzgewinnPuffer plus komplette AußenflächeVertragsfristen prüfen; keine Förderung

Orientierungswerte, keine Montageplanung.

Voraussetzungen und Platzbedarf für den EinbauSchematische Darstellung – keine MaßangabenNachbarGrundstücksgrenze5Schallschutz undGrenzabstandnach TA LärmPufferZähler/FIRegelung4Wasser- undStromanschlussR290-SchutzbereichFreiraum für denLuftstrom nachHerstellervorgabe12Tragfähiger, ebener UntergrundFundament, schwingungsentkoppelt3Kondensat frostfrei ableitenz. B. Kiesbett oder LeitungMindestabstände werden vor Ort geprüft.Sie ergeben sich aus Herstellervorgaben (R290-Sicherheit), örtlichem Baurecht und der konkreten Einbausituation.Ihr Installateurprüft den Aufstellort
Aufstellung schematisch: Luftstrom-Freiraum, Fundament, Kondensat, Anschlüsse ins Haus, Schallschutz und Grenzabstand.

Aufstellung: Fundament, Schallschutzabstand, R290-Mindestabstände, passender Elektroanschluss (FI Typ B), bei Wohnungseigentum Beschluss mit einfacher Mehrheit.

Kapitel 11

Fahrplan in 7 Schritten

  1. SieEignungs-Check
  2. InstallateurHeizlastberechnung und Angebot
  3. SieKfW-Antrag vor Vertragsunterschrift
  4. SieAuftrag erteilen
  5. Installateur / ElektrikerEinbau, Anschluss, Netzanmeldung
  6. InstallateurFachunternehmererklärung
  7. KfWAuszahlung an Sie

Kapitel 12

Über diesen Ratgeber

Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal und verkauft keine Geräte. Finanzierung über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und Angebotsvermittlung – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.

Alle Angaben unverbindlich, ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Kein Ersatz für Rechts-, Steuer- oder Energieberatung, Heizlastberechnung oder Montageplanung.

© switch2eco – Weitergabe zur privaten Information erlaubt.

Zum Mitnehmen

Den kompletten Ratgeber gibt es kostenlos als PDF.

Zum Download

Wissensdatenbank

Fachbegriffe, Kennwerte und Rechtslage zum Nachschlagen. Die Ratgeber führen Schritt für Schritt zur Entscheidung – die Wissensdatenbank liefert die Details, wenn Sie es genau wissen wollen.

verfügbar

Wärmepumpen

Funktionsprinzip, Systemtypen, Bauformen, Recht und Förderung, Kennwerte.

in Vorbereitung

Photovoltaik

Module, Wechselrichter, Ausrichtung, Eigenverbrauch.

in Vorbereitung

Stromspeicher

Kapazität, Zyklen, Notstrom, Wirtschaftlichkeit.

in Vorbereitung

Wallbox und E-Mobilität

Ladeleistung, PV-Überschussladen, bidirektionales Laden.

in Vorbereitung

Klimaanlagen

Split-Geräte, Kühlen und Heizen, Kältemittel.

in Vorbereitung

Stromtarife und Smart Meter

Dynamische Tarife, §14a EnWG, Messkonzepte.

Neue Themen kündigen wir im Newsletter an.

Wissensdatenbank Wärmepumpen

43 Fachbegriffe und Kennwerte kompakt erklärt – zum Nachschlagen, wenn im Datenblatt oder Angebot ein Wort auftaucht, das Sie nicht kennen. Herstellerneutral, Stand Oktober 2026.

Abschnitt 1

Grundlagen und Funktionsprinzip

Die wichtigsten Begriffe, um Datenblätter und Angebote zu verstehen.

BegriffErklärung
FunktionsprinzipWärmepumpen nutzen einen Kältemittelkreislauf (Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen, Entspannen), um Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. Angetrieben wird der Verdichter mit Strom.
COP (Leistungszahl)Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom in einem einzelnen Betriebspunkt. COP 4 heißt: aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Momentwert, abhängig von Außen- und Vorlauftemperatur.
SCOP und JAZDer SCOP ist der genormte Jahreswirkungsgrad aus dem Datenblatt, die Jahresarbeitszahl (JAZ) der tatsächlich im Haus gemessene Wert. Beide sind aussagekräftiger als der COP. Typische JAZ: Luft/Wasser 2,8–4,5 · Sole/Wasser 4,0–5,5 · Wasser/Wasser 5,0–6,5.
KältemittelTrägermedium im Kreislauf. Verbreitet sind R32 (GWP 675), R410A (GWP ca. 2.090, wird verdrängt), R454B (GWP ca. 470) und das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3). Der Trend geht klar zu natürlichen Kältemitteln wie R290 und CO₂ (R744).
WärmequelleAußenluft, Erdreich (Flächenkollektor oder Erdsonde), Grundwasser oder Abwärme (z. B. Abluft). Je konstanter die Quelltemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl.
WärmesenkeDorthin geht die Wärme: Heizkörper (Vorlauf meist 50–70 °C), Fußbodenheizung (30–40 °C, ideal), Wand- und Deckenheizung, Warmwasserbereitung.
VorlauftemperaturWichtigster Effizienzhebel: Jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Effizienz um rund 2–3 %. Fußbodenheizung ist ideal, Heizkörper funktionieren oft auch – manchmal mit größeren Heizflächen in einzelnen Räumen.
BivalenzpunktAußentemperatur, ab der die Wärmepumpe allein nicht mehr reicht und ein Zusatzheizer (Heizstab oder zweiter Wärmeerzeuger) zuschaltet. Typisch −5 bis −10 °C. Zentrale Größe bei der Auslegung.
Inverter-TechnikDrehzahlgeregelter Verdichter, der die Leistung stufenlos an den Bedarf anpasst. Höhere Effizienz, weniger Takten, weniger Verschleiß als Ein-Aus-Geräte. Bei aktuellen Geräten weitgehend Standard.
So funktioniert eine Wärmepumpen-HeizungHeizen, Kühlen und Warmwasser – zentral geregeltAußenInnen2RegelungApp-SteuerungLuft1Wärmepumpeentzieht der Außenluft Wärme3Pufferspeichergleicht Erzeugung und Bedarf aus4Heizkreis 1: Heizkörper und GebläsekonvektorenHeizen und KühlenHeizkörperHeizkörperGebläsekonvektor5Heizkreis 2: FußbodenheizungVorlauftemperatur per Mischer abgesenktMischerUmschaltventilHeizen ↔ WarmwasserE-HeizstabWarmwasserKaltwasser6WarmwasserspeicherVorlauf (warm)Rücklauf (abgekühlt)SteuerleitungUmwälzpumpeKomponente (siehe Nummer)
Wärmequelle, Wärmepumpe und Wärmesenken im Zusammenspiel: Die Regelung steuert, der Pufferspeicher verteilt an die Heizkreise, das Umschaltventil versorgt bei Bedarf den Warmwasserspeicher. Schematische Darstellung.

Abschnitt 2

Systemtypen nach Wärmequelle

Welche Quelle passt zu Grundstück, Gebäude und Budget?

TypErklärung
Luft/Luft-Wärmepumpe LuftAußenluft wird über Kältemittel direkt an die Raumluft abgegeben, meist als Split-Klimagerät. Heizt und kühlt, kein Wasserkreis und kein Warmwasser. Geringe Investition, schnelle Montage. Sinnvoll für gut gedämmte Gebäude, einzelne Räume oder als Ergänzung. JAZ 2,5–3,5.
Luft/Wasser-Wärmepumpe LuftAußenluft wird an das Heizwasser übertragen. Mit rund 95 % der 2025 verkauften Anlagen die mit Abstand häufigste Lösung: keine Erdarbeiten, einfache Installation. Effizienz etwas niedriger als bei Erd- oder Wasserquelle. Außen- oder Innenaufstellung möglich. JAZ 2,8–4,5.
Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) ErdeEin Wasser-Glykol-Gemisch (Sole) holt Wärme aus dem Erdreich – über Erdsonden (meist 50–150 m tief) oder Flächenkollektoren. Sehr konstante Quelltemperatur von 8–12 °C, hohe Effizienz. Höhere Investition, Anzeige bzw. Genehmigung nötig. JAZ 4,0–5,5.
Wasser/Wasser-Wärmepumpe WasserGrundwasser als Quelle, gefördert über einen Förder- und zurückgeführt über einen Schluckbrunnen. Höchste Effizienz aller Typen, aber strenge wasserrechtliche Erlaubnis und abhängig von Menge und Qualität des Grundwassers. JAZ 5,0–6,5.
Abluft-Wärmepumpe LuftNutzt die rund 20 °C warme Abluft einer Lüftungsanlage. Nur für sehr gut gedämmte Gebäude mit kontrollierter Wohnraumlüftung, geringe Leistung (1–3 kW). JAZ 3,0–4,0.

Abschnitt 3

Bauformen: Monoblock und Split

Wo sitzt der Kältekreis – und was folgt daraus für Einbau und Fachbetrieb?

BauformErklärung
Monoblock (Außenaufstellung)Der komplette Kältekreis sitzt werkseitig geschlossen im Außengerät, ins Haus führen nur Heizwasserleitungen. Für den Einbau ist kein Kälteschein nötig. Die Wasserleitungen im Freien brauchen Frostschutz.
Split-SystemAußeneinheit und Inneneinheit sind über Kältemittelleitungen verbunden, die vor Ort verlegt und befüllt werden – nur durch zertifizierte Fachkräfte. Der Wasserkreis bleibt im Haus, kein Einfrierrisiko. Die Inneneinheit braucht Platz im Technikraum.
Kompaktgerät (All-in-One)Inneneinheit mit integriertem Warmwasserspeicher und Hydraulik, kombiniert mit einer Außeneinheit. Platzsparend und einfach zu planen, typisch in der Sanierung. Weniger flexibel bei späteren Erweiterungen.
Monoblock innen aufgestelltDas ganze Gerät steht im Keller, die Luft wird über Kanäle nach außen und zurück geführt. Kein Kälteschein nötig. Lösung bei Platzmangel außen, Denkmalschutz oder strengen Schallauflagen. Die Kanaldurchführungen sind sorgfältig zu dämmen.

Abschnitt 4

Recht, Förderung und Qualifikation

Rahmenbedingungen in Deutschland, Stand Oktober 2026.

ThemaErklärung
Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)Ersetzt seit 29.07.2026 das Gebäudeenergiegesetz. Die frühere 65-%-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen ist entfallen, die Heizungswahl ist wieder frei. Neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen (Bio-Treppe). Wärmepumpen sind davon nicht betroffen.
Förderung (KfW 458)Zuschuss über die KfW, Antrag vor Vertragsunterschrift. Grundförderung 30 %, Klimageschwindigkeitsbonus 16 % (sinkt ab 02/2027 halbjährlich), Einkommensbonus 40/30/10 % – beide Boni nur für Selbstnutzer. Deckel 70 % bzw. 80 %, förderfähig max. 28.000 € für die erste Wohneinheit. Ab Q1 2027 angekündigt: Grundförderung 15 % plus 15 % Wertschöpfungsbonus nur für in der EU gefertigte Geräte. Details im Ratgeber, Kapitel 12.
Kälteschein (Sachkunde)Wer an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln (R32, R410A, R454B) Kältemittelkreisläufe öffnet, befüllt oder prüft, braucht ein Sachkundezertifikat nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung. Kategorie I: alle Tätigkeiten · II: Installation, Wartung, Rückgewinnung bei kleineren Anlagen · III: Rückgewinnung · IV: Dichtheitskontrolle. Seit der F-Gase-Verordnung 2024 gehören auch alternative Kältemittel wie R290 zur Ausbildung; für R290 gelten zusätzlich Explosionsschutz-Vorgaben.
F-Gase-Verordnung (EU 2024/573)Verknappt fluorierte Kältemittel schrittweise und verbietet sie in immer mehr neuen Geräteklassen, beginnend mit hohen GWP-Werten und kleinen Monoblock-Geräten. Langfristig ist ein weitgehender Ausstieg vorgesehen. Deshalb setzen Hersteller zunehmend auf R290.
GenehmigungenErdsonden: wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde, ab 100 m Tiefe zusätzlich Anzeige nach Bergrecht. Grundwasser-Wärmepumpe: wasserrechtliche Erlaubnis. Luft/Wasser außen: meist verfahrensfrei, aber Abstandsflächen nach Landesbauordnung beachten.
Schallschutz (TA Lärm)Nachts gelten am Nachbargebäude Richtwerte von 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet. Aufstellort, Abstand und ein Nachtmodus entscheiden mehr als der reine Gerätewert.
Netzanmeldung und §14a EnWGAnmeldung beim Netzbetreiber vor Installation (ab 4,2 kW). Als steuerbare Verbrauchseinrichtung darf der Netzbetreiber bei Engpässen drosseln, 4,2 kW bleiben garantiert. Dafür reduziertes Netzentgelt.

Abschnitt 5

Markt, Produkt und Betrieb

Was im Alltag zählt – von Leistungsklasse bis Wartung.

AspektErklärung
Etablierte HerstellerZu den bekannten Anbietern in Deutschland gehören unter anderem Vaillant, Viessmann, Bosch/Buderus, Stiebel Eltron, Wolf, Daikin, Panasonic, Mitsubishi Electric, Samsung, LG, Nibe, Alpha Innotec und Weishaupt. Die Aufzählung ist nicht vollständig und keine Empfehlung.
LeistungsklassenEinfamilienhaus meist 5–12 kW, Mehrfamilienhaus 15–60 kW, Gewerbe bis in den Megawatt-Bereich (Kaskaden, Großwärmepumpen). Grundlage ist immer die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
WarmwasserbereitungIntegriert im Kompaktgerät oder extern mit separatem Warmwasserspeicher bzw. Frischwasserstation. Legionellenschutz: Für Großanlagen schreibt das Regelwerk (DVGW W 551) Mindesttemperaturen vor; im Einfamilienhaus wird eine regelmäßige Aufheizung auf 60 °C empfohlen, oft per Heizstab.
Smart-Home-AnbindungGängig sind SG-Ready (Schnittstelle für PV-Überschuss und Netzsignale), Modbus, KNX und Hersteller-Apps. SG-Ready ist Voraussetzung für eine gute Eigenverbrauchssteuerung mit Photovoltaik.
Kombination mit PVWärmepumpe, PV-Anlage und Stromspeicher ergänzen sich: Überschussstrom wird als Wärme im Gebäude oder Warmwasserspeicher gespeichert. Die Eigenverbrauchsquote kann dadurch deutlich steigen – wie stark, hängt von Anlagengröße, Speicher und Verbrauchsprofil ab.
SchallwerteIm Datenblatt steht der Schallleistungspegel (LWA, Gerätewert), am Nachbarhaus zählt der Schalldruckpegel (abhängig vom Abstand). Orientierung LWA: unter 55 dB(A) leise, 55–65 dB(A) mittel, über 65 dB(A) laut.
Lebensdauer und WartungTechnische Lebensdauer meist 15–20 Jahre. Jährliche Wartung empfohlen (Kältemitteldruck, Kondensatablauf, Filter, Ventilator). Gesetzliche Dichtheitskontrolle ab 5 t CO₂-Äquivalent Kältemittelfüllung, z. B. R32 ab ca. 7,4 kg – bei R290 entfällt sie.
Betriebskosten berechnenFormel: Wärmebedarf (kWh) ÷ JAZ × Strompreis = Jahreskosten. Beispiel: 15.000 kWh ÷ 3,5 × 0,28 €/kWh ≈ 1.200 € pro Jahr. Gas-Brennwert zum Vergleich: 15.000 kWh ÷ 0,9 × 0,10 €/kWh ≈ 1.670 € pro Jahr. Angenommene Preise, keine Prognose.

Abschnitt 6

Kennwerte auf einen Blick

Benchmarks für den schnellen Vergleich von Datenblättern und Angeboten.

ParameterErklärung
JAZ Luft/Wasser2,8–4,5 (gut: COP über 3,5 bei A7/W35)
JAZ Sole/Wasser4,0–5,5 (gut: COP über 4,5 bei B0/W35)
JAZ Wasser/Wasser5,0–6,5 (gut: COP über 5,5 bei W10/W35)
Günstige Vorlauftemperaturbis 40 °C Fußbodenheizung · bis 55 °C Niedertemperatur-Heizkörper
Einsatzgrenze Luft/Wassermeist bis −20 bis −25 °C Außentemperatur (Herstellerangabe)
Typische Heizlast Einfamilienhaus4–8 kW Neubau bzw. Effizienzhaus · 8–14 kW unsanierter Altbau
Pufferspeicherhäufig 15–30 l je kW Heizleistung; ob überhaupt nötig, entscheidet das Hydraulikkonzept des Herstellers
Warmwasserspeicherrund 50–60 l pro Person
StromtarifWärmepumpentarif mit eigenem Zähler oft deutlich günstiger als Haushaltsstrom; mit PV und dynamischem Tarif zusätzliches Sparpotenzial
Amortisationgrob 8–14 Jahre gegenüber einer neuen Gasheizung – stark abhängig von Energiepreisen, Förderung und Sanierungsstand

Lieber am Stück lesen?

Der Wärmepumpen-Ratgeber erklärt alles Schritt für Schritt – kostenlos, auch als PDF.

Zum Ratgeber

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Kein Ersatz für eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 oder eine Fachplanung.

Wärmepumpe · YouTube-Serie · 7 Min. Lesezeit

Selbst gebaut. Meisterlich abgenommen.

Unsere neue YouTube-Serie begleitet einen echten Heizungstausch: Eine Hausbesitzerin baut ihre Wärmepumpe in Eigenleistung ein – und eine SHK-Meisterin sagt, wo Schluss ist. Acht Folgen plus Trailer, vom ersten Haus-Check bis zum ersten Winter.

GasNoch nicht.Du kommst raus!Trailer
Storyboard-Skizze zum Trailer. Alle Illustrationen dieses Artikels sind mit KI-Unterstützung erstellt.

Worum es geht

„Wärmepumpe selbst einbauen“ ist eine der meistgesuchten Fragen zum Thema – und die ehrliche Antwort lautet: teilweise. Rund 40 bis 50 Prozent der Arbeitsstunden lassen sich realistisch selbst übernehmen, etwa Fundament, Demontage, Rohrverlegung und Dämmung. Kältekreis, Elektroanschluss, Gas und Trinkwasser bleiben Sache von Fachbetrieben. Genau diese Grenze ist der Kern der Serie, keine Fußnote.

Deshalb heißt das Prinzip nicht „Do it yourself“, sondern Eigenleistung unter Meisteraufsicht: Die Hausbesitzerin übernimmt alles, was rechtlich und technisch zulässig ist, die Meisterin plant, prüft und erledigt die Pflichtschritte. Nur so bleibt das Projekt sicher, förderfähig und garantiefähig.

Keine Anleitung zum Nachbau ohne Fachbetrieb

Die Serie zeigt ein reales Projekt mit Fachbetrieb. Sie ersetzt keine Planung, keine Herstellerunterlagen und keine Abnahme. Ob und in welchem Umfang Eigenleistung bei der KfW-Förderung anerkannt wird, prüfen Sie vor Projektbeginn mit dem aktuellen KfW-Merkblatt und Ihrem Fachbetrieb.

Die DIY-Ampel

Jeder Arbeitsschritt bekommt eine Farbe – in jeder Folge eingeblendet:

  • Grün Sie können es selbst – nach Freigabe.
  • Gelb Sie arbeiten, die Fachkraft leitet an und nimmt ab.
  • Rot Nur Fachbetrieb.
ArbeitsschrittAmpelWarum
Heizlast und GeräteauslegungGelbSie liefern die Daten, die Fachkraft rechnet und verantwortet – Grundlage für die Förderung.
Fundament, Konsole, KondensatablaufGrünBauleistung. Schallschutz und Landesbauordnung beachten.
R290-Schutzbereich festlegenGelbNach Herstellervorgabe, die Fachkraft prüft: keine Schächte, Gullys oder Kellerfenster im Bereich.
Kältekreis öffnen oder befüllenRotNur zertifiziertes Personal – entfällt beim Monoblock, weil der Kreis werkseitig geschlossen ist.
Gasanschluss trennen, Kessel außer BetriebRotEingetragener Gas-Fachbetrieb, Netzbetreiber, Schornsteinfeger.
Altkessel demontieren, entleerenGrünNach Trennung und Freigabe durch die Fachkraft.
Heizungsrohre, Speicher, Wanddurchführung, DämmungGelbEigenleistung möglich, Druckprobe und Abnahme durch die Fachkraft.
Trinkwasseranschluss WarmwasserspeicherRotNur durch ein eingetragenes Installationsunternehmen.
Elektroanschluss, Zähler, SteuerboxRotEingetragene Elektrofachkraft, Anmeldung beim Netzbetreiber, §14a EnWG.
Leerrohre und Kabelkanäle (spannungsfrei)GrünVorarbeit für die Elektrofachkraft.
Spülen, Füllwasser aufbereiten, entlüftenGelbNach VDI 2035, die Fachkraft dokumentiert.
Inbetriebnahme, hydraulischer AbgleichRotFachkraft oder Werkskundendienst – Voraussetzung für Garantie und Förderung.

Allgemeine Einordnung, Stand Oktober 2026 – keine Rechtsberatung. Basis der Serie ist eine Monoblock-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit R290; Split-Geräte sind für Eigenleistung ungeeignet, weil Kältemittelleitungen vor Ort befüllt werden müssen.

Die beiden Hauptfiguren

Jana, SHK-Meisterin

Mitte 30, eigener Betrieb. Plant, prüft, erklärt – und zieht die rote Linie. Ihr Satz: „Stopp – hier bin ich dran.“

Sabine, Hausbesitzerin

Doppelhaushälfte von 1990, 25 Jahre alter Gaskessel. Sie packt an, stellt die Fragen der Zuschauer und rechnet mit: „Was hab ich jetzt gespart?“

Beide sind kompetent, keine Lehrerin-Schüler-Rolle. Fehler bleiben im Schnitt – das macht die Serie glaubwürdig. Am Ende jeder Folge zeigt der Spar-Zähler Eigenleistungsstunden, eingesparten Lohn und Materialkosten. Jana und Sabine sind Arbeitsnamen; gedreht wird mit echten Menschen an einem echten Haus.

Alle Folgen im Überblick

Jede Folge folgt demselben Raster: kurzer Konflikt zum Einstieg, Planung am Tisch, Ausführung, Meisterinnen-Stopp, Spar-Zähler und ein Cliffhanger.

GasNoch nicht.Du kommst raus!Trailer

Trailer · 1:30

Trailer: „Ich bau mir meine Wärmepumpe selbst – fast.“

Kernfrage: Worum geht es, wer sind die zwei?

Im Keller brummt der alte Gaskessel. Sabine hebt den Hammer, Jana hält ihr Handgelenk fest: „Noch nicht.“ Danach stellen sich beide vor, schnelle Schnitte aus allen Folgen, die DIY-Ampel – und der Claim.

DIY-Ampel: –

50 °CHeizlast≈ 7 kW1 Heizkörper neuFolge 1

Folge 1 · 15 min

Passt eine Wärmepumpe zu meinem Haus?

Kernfrage: Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörper

Ein Angebot über 42.000 Euro liegt auf dem Tisch. Jana will erst wissen, ob und welche Wärmepumpe passt: Begehung, Gasverbrauch der letzten drei Jahre, und ein Praxistest – Vorlauf am alten Kessel auf 50 °C senken. Bleibt es warm? Am Whiteboard: warum Überdimensionierung teuer ist.

DIY-Ampel: Gelb

KfW-Antrag vor VertragSplitMonoblock R290Nicht ohne Kälteschein.Folge 2

Folge 2 · 15 min

Planung, Förderung, Gerätewahl

Kernfrage: Monoblock oder Split, Kosten, KfW-Antrag

Sabine findet ein günstiges Split-Gerät im Netz – Jana stoppt: Ohne Kälteschein darf das niemand von beiden anschließen. Warum ein Monoblock mit R290 die DIY-taugliche Wahl ist, wie der KfW-Antrag vor Vertragsbeginn läuft und was Komplettvergabe gegen Eigenleistung wirklich kostet.

DIY-Ampel: Gelb

R290-SchutzbereichNachbar (aus dem Off)Wird das laut?Folge 3

Folge 3 · 14 min

Aufstellort und Fundament

Kernfrage: Schall, R290-Schutzbereich, Kondensat

„Wird das laut?“, fragt der Nachbar über den Zaun. Jana rechnet es mit dem Schallrechner nach, der R290-Schutzbereich wird mit Absperrband markiert. Dann ist Sabine dran: ausheben, schalen, Fundament gießen – samt schiefer Schalung, die drin bleibt. Die Wasserwaage hat das letzte Wort.

DIY-Ampel: Grün

Gas zuGasPlatz für SpeicherGas-FachbetriebFolge 4

Folge 4 · 12 min

Der alte Kessel muss raus

Kernfrage: Was darf ich demontieren, wer trennt das Gas?

Erst die Rot-Phase: Der Gas-Fachbetrieb trennt den Anschluss, Jana erklärt warum. Dann die Grün-Phase: Anlage entleeren, Kessel demontieren, Abgasrohr zurückbauen – mit einer festgerosteten Verschraubung als Gegner. Am Ende Kreidelinien im leeren Keller.

DIY-Ampel: Grün / Rot

PufferbarPressen oder löten?Folge 5

Folge 5 · 18 min

Hydraulik: Rohre, Speicher, Dämmung

Kernfrage: Hydraulikschema, Verrohrung, Druckprobe

„Pressen oder löten?“ – „Weder noch, bevor du das Schema verstanden hast.“ Kernbohrung, gedämmte Leitungen, Pressfittings unter Anleitung. Den Trinkwasseranschluss übernimmt Jana selbst. Zum Schluss die Druckprobe im 24-Stunden-Zeitraffer – und das Manometer fällt leicht.

DIY-Ampel: Gelb

§14aElektrofachkraftFolge 6

Folge 6 · 12 min

Strom: Wo meine Grenze ist

Kernfrage: Elektroanschluss, §14a, Netzbetreiber

Die Druckprobe wird aufgelöst: eine Stelle nachpressen, dann dicht. Sabine verlegt spannungsfrei Leerrohr und Kabelkanal, den Anschluss macht eine Elektrofachkraft. Dazu: Anmeldung beim Netzbetreiber, §14a EnWG und welcher Stromtarif passt.

DIY-Ampel: Grün / Rot

HeizkurveEs wird warm!Folge 7

Folge 7 · 16 min

Befüllen, Inbetriebnahme, Abgleich

Kernfrage: Füllwasser, Heizkurve, hydraulischer Abgleich

Sabine steht mit dem Gartenschlauch am Füllhahn – Stopp. Spülen, Füllwasser nach VDI 2035 aufbereiten, entlüften. Die Inbetriebnahme mit Protokoll übernimmt die Meisterin, gemeinsam folgen hydraulischer Abgleich und Heizkurve. Dann der Moment: die ersten warmen Heizkörper.

DIY-Ampel: Gelb / Rot

Spar-ZählerGasFolge 8

Folge 8 · 15 min

Der erste Winter: Hat es sich gelohnt?

Kernfrage: Jahresarbeitszahl, Stromkosten, Gesamtbilanz

Schnee auf dem Außengerät, Abtauen im Close-up. Strom- und Wärmemengenzähler zeigen die Jahresarbeitszahl, der Spar-Zähler die ehrliche Bilanz: Eigenleistungsstunden, eingesparter Lohn, Fehlerkosten, Förderung. Und die Frage: Für wen taugt Eigenleistung nicht?

DIY-Ampel: –

Wann geht es los?

Geplant ist ein wöchentlicher Start in der Heizsaison, die letzte Folge kommt nach dem ersten Winter. Dazu gibt es kurze Clips „Darf ich das selbst?“ – eine Ampel pro Clip – auf YouTube Shorts, Instagram und TikTok.

Nichts verpassen

Abonnieren Sie den Newsletter – wir melden uns zum Serienstart, mit Planungs-Checkliste zur Folge.

Zum Newsletter Ratgeber lesen

Transparenz: Sollte ein Gerätehersteller die Serie unterstützen, kennzeichnen wir das in jeder Folge als Werbung bzw. Produktplatzierung. Redaktionelle Freiheit bleibt bei Switch2Eco. So finanzieren wir uns

Wärmepumpe: Erst rechnen, dann kaufen

Der 10-Schritte-Plan für den Umstieg – von der Heizlastberechnung bis zur Kontrolle im ersten Winter. Unabhängig, herstellerneutral, Stand Oktober 2026.

10-Schritte-Plan kostenlos als PDF

Planungs-Ratgeber · 10 Schritte · 6 Kapitel · Stand Oktober 2026. Ohne Anmeldung, zum Ausdrucken und Weitergeben.

PDF herunterladen

Der Download funktioniert auch ohne E-Mail-Adresse. Für den Newsletter gilt Double-Opt-in: Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail.

Lieber die Den großen Wärmepumpen-Ratgeber für Einsteiger?

Vorab

Die Planung entscheidet, nicht das Gerät

Wer die Wärmepumpe nach Gefühl bestellt, bezahlt dreimal: beim Kauf, im Betrieb und bei der Reparatur. Wer vorher rechnet, zahlt nur einmal.

20–30 %untere Modulationsgrenze typischer Wärmepumpen – darunter taktet die Anlage
bis +50 %Überdimensionierung durch geschätzte Heizlast – in der Praxis keine Seltenheit
3 BausteineHeizlast raumweise · Heizkörperprüfung · hydraulischer Abgleich

Wärmepumpen gehören inzwischen zu den meistverkauften neuen Heizungen. Der Engpass liegt nicht beim Gerät, sondern bei Fachbetrieben, Planungskapazität und vor allem bei der sauberen Vorplanung. Genau dort entstehen die teuersten Fehler – ganz am Anfang.

Viele Angebote beruhen nicht auf einer Berechnung, sondern auf einer Schätzung der Heizleistung – großzügig aufgerundet, „damit es sicher reicht“. Bei Öl- und Gaskesseln war das jahrzehntelang üblich und weitgehend folgenlos. Bei der Wärmepumpe ist es ein systematischer Fehler mit Folgekosten über die gesamte Lebensdauer.

Die Kernbotschaft

Die raumweise Heizlastberechnung ist – zusammen mit der Heizkörperprüfung – Schritt 1, nicht Schritt 5. Sie gehört vor die Angebotseinholung. Was hier nicht sauber aufgesetzt wird, lässt sich nach dem Einbau kaum noch korrigieren.

Was eine falsche Auslegung kostet

KostentreiberUrsacheWann er zuschlägt
Höherer Kaufpreisgrößeres Gerät als nötig, ggf. größere Elektro- und Hydraulikkomponentensofort beim Kauf
Höhere Stromkostenhäufiges Takten senkt die Jahresarbeitszahl (JAZ)jedes Jahr, über 15–20 Jahre
Kürzere LebensdauerVerschleiß am Verdichter durch viele Startsvorzeitiger Tausch teurer Bauteile
Nachträge auf der Rechnungzu kleine Heizkörper erst nach dem Einbau entdecktnach der Inbetriebnahme
Komfortproblemeeinzelne Räume werden nicht warm, Vorlauftemperatur wird angehobenim ersten Winter

Die Reihenfolge, auf die es ankommt

1. Planen (Heizlast, Heizkörper, Abgleich vorbereiten) → 2. Angebote auf Basis der Planung einholen → 3. Vergleichen und beauftragen → 4. Einbauen, einregulieren, kontrollieren.

Kapitel 1

Warum Überdimensionierung teuer ist

Modulation, Takten und Verschleiß – die Technik in Kürze.

Volle Leistung braucht das Haus nur selten

Die maximale Heizleistung wird nur an den kältesten Tagen gebraucht. Den Rest der Heizperiode arbeitet die Wärmepumpe in Teillast. Inverter-Geräte passen ihre Leistung an – aber nur bis zu einer Untergrenze von typisch 20–30 % der Nennleistung, bei sehr gut modulierenden Geräten rund 15 %. Je größer das Gerät, desto höher liegt diese Grenze in kW.

Unterhalb der Grenze: Takten

Braucht das Haus weniger Wärme als die Mindestleistung, schaltet die Anlage ständig ein und aus. Effizienzverlust: Nach jedem Start baut der Verdichter erst Druck auf. Schmierung: Verdichteröl braucht Laufzeit, um zurückzukehren. Verschleiß: Lager, Ventile und Elektronik altern mit jedem Start schneller.

Zu groß heißt: früher taktenLeistung über Außentemperatur – überdimensioniertes und richtig ausgelegtes Gerät im VergleichTaktbereich04812−12 °C−6 °C0 °C+5 °C+10 °C+15 °CLeistung in kWAußentemperaturGeschätzt: 12 kW Nennleistung (+50 %)Berechnet: 8 kW Heizlast = NennleistungMindestleistung 12-kW-Gerät ≈ 3 kWMindestleistung 8-kW-Gerät ≈ 2 kWHeizlast des Hauses≈ +5 °C≈ +8 °C
Vereinfachtes Beispiel: Heizlast 8 kW bei −12 °C Normaußentemperatur, Heizgrenze +15 °C, Mindestleistung 25 % der Nennleistung. Das überdimensionierte Gerät taktet schon ab etwa +5 °C, das richtig ausgelegte erst ab etwa +8 °C – genau dort, wo ein Großteil der Heizstunden anfällt.

Rechenbeispiel: Mehrkosten im Betrieb

Wärmebedarf 18.000 kWh pro Jahr · JAZ sauber ausgelegt 3,8 gegenüber taktend 3,3 · Wärmepumpenstrom 28 ct/kWh
→ 4.740 kWh gegenüber 5.450 kWh Strom = rund 710 kWh bzw. etwa 200 € Mehrkosten pro Jahr, über 20 Jahre etwa 4.000 € – zuzüglich höherem Gerätepreis und Verschleiß.
Modellrechnung mit den genannten Annahmen. Die tatsächliche Differenz hängt von Gebäude, Gerät und Regelung ab.

Kapitel 2

Phase A: Planen – vor jeder Angebotsanfrage

Die Schritte 1 bis 7 schaffen die Grundlage, auf der Fachbetriebe vergleichbar anbieten können.

  1. Unterlagen und Ausgangslage erfassen Start

    Grundrisse und Schnitte, Baujahr, bisherige Sanierungen (Fenster, Dach, Fassade, Keller), Heizenergieverbrauch der letzten drei Jahre, Warmwasserbereitung, Heizkörper je Raum (Typ, Bauhöhe, Länge) und Fotos des Heizraums.

    Ergebnis: vollständige Datenbasis – ohne sie ist jede Berechnung nur eine bessere Schätzung.

  2. Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 Kernschritt

    Für jeden Raum wird der Wärmeverlust über Bauteile und Lüftung berechnet. Die Summe ergibt die Gebäudeheizlast – ohne pauschale Sicherheitszuschläge. Sinnvoll ist eine Plausibilisierung über den bisherigen Verbrauch.

    Ergebnis: Heizlast je Raum und Gesamtheizlast in kW – die Grundlage für Gerätewahl und Angebote.

  3. Heizkörper bzw. Heizflächen prüfen Kernschritt

    Pro Raum wird geprüft, welche Vorlauftemperatur die vorhandenen Heizkörper brauchen, um die Raumheizlast zu decken. Ziel ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur – jedes Grad weniger verbessert die Effizienz.

    Ergebnis: erforderliche Systemvorlauftemperatur und Liste der „kritischen Räume“.

  4. Kritische Räume lösen – bevor angeboten wird

    Wo einzelne Heizkörper zu klein sind, gezielt tauschen oder vergrößern, statt die Vorlauftemperatur für das ganze Haus anzuheben. Alternativ punktuelle Dämmmaßnahmen prüfen.

    Ergebnis: Maßnahmenliste, die direkt ins Angebot einfließt – statt später als Nachtrag.

  5. Wärmepumpe auslegen

    Nennleistung an der berechneten Heizlast ausrichten, plus Warmwasser. Mögliche Leistungsreduzierungen durch den Netzbetreiber nach §14a EnWG berücksichtigen. Auf die untere Modulationsgrenze achten: Je niedriger, desto seltener taktet die Anlage.

    Ergebnis: Leistungsklasse, Vorlauftemperatur und Anforderungsprofil für das Gerät.

  6. Hydraulischen Abgleich vorbereiten

    Aus Raumheizlast und Heizkörperdaten ergeben sich die Voreinstellwerte der Thermostatventile (Verfahren B) und die Pumpeneinstellung. Der Abgleich ist Voraussetzung für die Förderung und für einen effizienten Betrieb.

    Ergebnis: Ventil- und Pumpeneinstellungen, die der Installateur nur noch umsetzt.

  7. Den richtigen Planer finden

    Vorplanung aus einer Hand: Heizlast, Heizkörperprüfung, Abgleich. Möglich über Fachbetrieb, Energieberatung oder spezialisierte Planungsdienste, online oder vor Ort. Entscheidend ist nachweisbare Erfahrung mit Wärmepumpen – nicht nur mit Energieausweisen.

    Ergebnis: unabhängige, belastbare Planungsunterlagen.

Kapitel 3

Phase B und C: Angebote, Auftrag, Betrieb

Erst jetzt kommen die Fachbetriebe ins Spiel – mit Unterlagen, die echte Vergleichbarkeit schaffen.

  1. Angebote auf Basis der Planung einholen Erst jetzt

    Allen Fachbetrieben dieselben Unterlagen geben: Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörpermaßnahmen, Abgleichdaten. Ideal ist eine vereinfachte Ausschreibung bzw. ein Leistungsverzeichnis.

    Ergebnis: vergleichbare Angebote statt Äpfel mit Birnen.

  2. Angebote prüfen und vergleichen

    Passt die angebotene Leistung zur berechneten Heizlast? Sind Heizkörpertausch, hydraulischer Abgleich, Einregulierung und Förderunterlagen enthalten? Erfüllt das Gerät die Förderbedingungen – ab 2027 auch mit Blick auf die Herkunft?

    Ergebnis: Auftrag an den Betrieb mit dem besten Gesamtpaket – nicht zwingend dem niedrigsten Gerätepreis.

  3. Einbauen, einregulieren, kontrollieren Umsetzen

    Abgleich durchführen und dokumentieren lassen, Heizkurve einstellen. Im ersten Winter Laufzeiten, Taktzahl und Stromverbrauch beobachten und nachjustieren.

    Ergebnis: dokumentierte Anlage mit messbarer Jahresarbeitszahl.

Merksatz

Erst planen, dann anfragen. Ein Angebot ohne raumweise Heizlast und Heizkörperprüfung ist kein Angebot – es ist eine Schätzung mit Preisschild.

Förderung nicht vergessen

Der KfW-Antrag muss vor der Vertragsunterschrift gestellt werden. Die Vorplanung ist dafür die ideale Grundlage – Details im Wärmepumpen-Ratgeber, Kapitel „Förderung“.

Kapitel 4

Checklisten für die Praxis

Unterlagen, Planerauswahl und Angebotsprüfung.

A · Unterlagen für die Vorplanung

  • Grundrisse, Schnitte, Ansichten maßstäblich oder bemaßt
  • Baujahr und Sanierungshistorie mit Jahreszahlen
  • Fenster Baujahr und Verglasung je Raum
  • Heizenergieverbrauch der letzten 3 Jahre
  • Warmwasser Personen, Speichergröße, Zirkulation
  • Heizkörperliste je Raum Typ, Höhe, Länge, Ventile
  • Fotos Heizraum, Heizkörper, Typenschild des Kessels
  • Wunschtemperaturen und Nutzung Besonderheiten einzelner Räume

B · Den Planer auswählen

  • Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 nicht nur ein Überschlag
  • Heizkörperprüfung inklusive Vorlauftemperatur je Raum
  • Daten für den hydraulischen Abgleich Verfahren B
  • Referenzen speziell zu Wärmepumpen
  • Unabhängig vom späteren Gerätelieferanten?
  • Optional: Leistungsverzeichnis für den Angebotsvergleich
Wer kann die Vorplanung machen?Wann sinnvoll
Fachbetriebwenn er raumweise rechnet und die Planung nicht nur „nebenbei“ macht
Energieberatungbei nachgewiesener Wärmepumpen-Erfahrung
Online-PlanungsdienstUnterlagen selbst hochladen, günstig
Vor-Ort-DienstleisterAufnahme im Haus, maximal bequem

C · Angebot prüfen

PrüfpunktRote Flagge
Nennleistung gegenüber berechneter Heizlastdeutlich höher ohne Begründung
Grundlage der Auslegung„nach Erfahrung“ oder Wohnfläche × Pauschalwert
Untere Modulationsgrenzenicht angegeben
Vorlauftemperaturhöher als die Heizkörperprüfung ergibt
Heizkörpertauschfehlt trotz kritischer Räume
Hydraulischer Abgleichnur Verfahren A oder „pauschal“
FörderfähigkeitGerät nicht förderfähig, Unterlagen offen, Herkunft unklar
Inbetriebnahme und Einregulierungnicht als Position enthalten

Kapitel 5

Fazit: Vier Sätze, die Geld sparen

1 · Rechnen statt schätzen

Raumweise Heizlast und Heizkörperprüfung vor dem Angebot – sonst wird zu groß, zu teuer und zu ineffizient gebaut.

2 · Kleiner ist oft besser

Die richtig dimensionierte Wärmepumpe taktet seltener, läuft effizienter und hält länger.

3 · Vergleichbar anfragen

Alle Betriebe erhalten dieselben Planungsdaten – so werden Angebote wirklich vergleichbar.

4 · Nachkontrollieren

Im ersten Winter Takte, Laufzeiten und Verbrauch prüfen und die Regelung nachjustieren.

Werkzeuge auf switch2eco.de

Mit dem Eignungs-Check prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Mit dem Angebots-Check schlüsseln Sie ein vorliegendes Installateur-Angebot in Geräte- und Installationsanteil auf und sehen, ob der Preis pro kW im üblichen Rahmen liegt. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Kapitel 6

Über diesen Ratgeber

Switch2Eco ist ein unabhängiges Ratgeberportal und verkauft keine Geräte. Finanzierung über gekennzeichnete Werbung, Affiliate-Links und Angebotsvermittlung – Details unter switch2eco.de/transparenz. Ansprechpartner für die Vermarktung dieses Ratgebers (Anzeigen, Sponsoring): Concept-Grande, www.concept-grande.de.

Normen und Begriffe: DIN EN 12831 (Heizlast), hydraulischer Abgleich Verfahren B. Förderbedingungen der BEG EM (KfW 458) ändern sich regelmäßig – maßgeblich sind Richtlinie und Merkblatt zum Zeitpunkt der Antragstellung. Alle Zahlenbeispiele sind vereinfachte Modellrechnungen. Kein Ersatz für eine individuelle Fachplanung, Energie-, Rechts- oder Förderberatung. Stand Oktober 2026.

© switch2eco – Weitergabe zur privaten Information erlaubt.

Zum Mitnehmen

Den 10-Schritte-Plan mit allen Checklisten gibt es kostenlos als PDF.

Zum Download
← Alle Varianten